OLDENBURG Deutschlands beste Rallye-Pilotin gehört diesmal nicht zu den Favoriten. Mitsubishi und VW haben gute Siegchancen.

Von Olaf Ulbrich OLDENBURG - Sand, Steine und viel Staub: Am 6. Januar 2007 startet in Lissabon/Portugal die 29. Rallye Dakar. 525 Teams nehmen den 7915 Kilometer langen Marathon über 15 Etappen in Angriff. Das Rennen endet am 21. Januar in der Hauptstadt des Senegal an der Atlantikküste Afrikas.

In das Abenteuer Dakar stürzt sich auch diesmal Deutschlands schnellste Rallye-Fahrerin Jutta Kleinschmidt, die das Traditionsrennen in der Automobil-Wertung im Jahr 2001 als erste Frau gewinnen konnte. „Ich fühle mich gut darauf vorbereitet“, erklärte die 44-Jährige auf ihrer Internetseite. Im Mai dieses Jahres war sie von der VW-Werksmannschaft zum privaten Team X-raid (BMW) gewechselt.

Nachdem sie seit 1999 viermal in Dakar auf dem Podium gestanden hatte, backt Kleinschmidt nun kleinere Brötchen. „Für uns wird die Rallye wie der Kampf zwischen David und Goliath. Es wäre fantastisch, in einem so guten Feld unter den ersten fünf Teams zu landen“, benennt sie ihr Ziel.

Vor den gefährlichen Passagen durch die Wüstendünen hat die Rallye-Pilotin Respekt. „Wir müssen uns durch viel Sand wühlen“, meint Kleinschmidt: „Die zweite Hälfte des Rennens wird extrem schwierig. Deshalb muss man sich seine Kräfte einteilen, um auch in der zweiten Woche noch gut zu sein.“

Zurückgekehrt an Kleinschmidts Seite ist Co-Pilotin Tina Thörner aus Schweden. Beide bildeten bereits im Jahr 2000 ein Duo. Bei ihrer Generalprobe Anfang November, der Wüsten-Rallye quer durch die Vereinigten Arabischen Emirate, belegten sie Platz sechs. „Die Zusammenarbeit war wunderbar“, sagt Kleinschmidt. „Sie ist sehr gut darin, mich genau zur richtigen Zeit zu motivieren.“

Kleinschmidts Favorit auf den Sieg bei der Rallye Dakar ist das Team Mitsubishi. Vorjahressieger Luc Alphand und Beifahrer Gilles Picard (beide Frankreich) gewannen zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den japanischen Fahrzeughersteller.

Siegchancen rechnet sich derweil auch VW aus. Die Autobauer aus Wolfsburg setzen dabei vor allem auf den Finnen Ari Vatanen, der die Dakar viermal gewonnen hat, und den spanischen Ex-Weltmeister Carlos Sainz. „Die gesamte Mannschaft ist froh, dass die Rallye nach Monaten harter Arbeit endlich startet“, erklärt Kris Nissen, Motorsport-Direktor bei VW.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.