Rosario 9385 Kilometer Vollgas durch Sand und Dreck: Die Rallye Dakar treibt als eine der härtesten Herausforderungen im Motorsport ab diesen Sonntag Mensch und Maschine zwei Wochen lang wieder zu Höchstleistungen.

Beim Spektakel für Autos, Motorräder, Quads und LKW will das deutsche Team X-raid in Südamerika erneut groß auftrumpfen. Mit Titelverteidiger Stéphane Peterhansel an der Spitze des bislang größten Fahreraufgebotes seiner Geschichte peilt der Rennstall aus dem hessischen Trebur den Titel-Hattrick in der Autowertung an.

Der französische Rekordchampion Peterhansel (fünfmal Auto, sechsmal Motorrad) ist im Mini All4 der große Favorit bei der Marathon-Rallye. Er weiß aber wie kein Zweiter um die Tücken der Strecke. „In diesem Rennen ist jeder Kilometer eine Falle. Es gibt keine einfachen Etappen“, sagte der 48-Jährige.

Der „König der Dakar“ steht vor seiner 25. Teilnahme und spricht aus Erfahrung. Viermal schaffte es Peterhansel nicht ins Ziel. 1988 nahm er mit dem Motorrad zum ersten Mal an der damals noch in Afrika ausgetragenen Rallye teil. Damals verlor Peterhansel in der Wüste die Orientierung. Eine Nacht harrte er aus, bis er auf Dorfbewohner stieß, die ihm mit zwei Litern Sprit aushalfen.

In Südamerika, wo die Dakar aufgrund der angespannten Sicherheitslage in Afrika zum sechsten Mal in Folge stattfindet, ist ein solches Horror-Szenario angesichts technischer Fortschritte nahezu ausgeschlossen. Dennoch droht hinter jeder Düne, in jeder Schlucht und in jedem Flussbett, das die Fahrer auf den 5522 Wertungskilometern durchqueren müssen, die Gefahr eines Unfalls oder Defekts.

„Wir haben es fast jeden Tag mit neuen Streckenbedingungen zu tun, auf die wir uns einstellen müssen. Sand, Dünen, steinige Strecken – wir können nicht viel planen, wenn wir losfahren“, sagte Peterhansel.

Die Dakar beginnt an diesem Sonntag im argentinischen Rosario und endet am 18. Januar nach 13 Etappen in der chilenischen Hafenstadt Valparaíso. Dabei führt der Kurs unter anderem über die Anden und durch die staubtrockene Atacama-Wüste. Im Vergleich zum Vorjahr müssen exakt 800 km mehr absolviert werden.

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