Leer Bundesweit werden Gewerbe- und Industrieflächen immer knapper. Trotz Corona investieren landauf landab Unternehmen und suchen dabei nach geeigneten Standorten. Das ist auch im Kreis Leer nicht anders, ganz egal ob die Firmen schon vor Ort sind oder von Außerhalb Interesse zeigen.

Bereits jetzt ist absehbar, dass der „Kampf“ um geeignete Standorte weiter zunehmen wird. Politisch gewollt, bis 2030 werden bundesweit die Möglichkeiten neuer Flächen schon um fast 50 Prozent reduziert. Bis 2050 soll der Flächenverbrauch nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung dann auf null gesenkt sein. Das bedeutet, dass ab 2050 deutschlandweit keine neuen Grünflächen mehr versiegelt werden dürfen. Alle Experten raten den Kommunen, die ihre laufenden Einnahmen maßgeblich über die Gewerbesteuerzahlungen ortsansässiger Unternehmen positiv beeinflussen, sich mit ausreichend Flächen und genehmigten Planungen zu bevorraten. Wer das nicht macht – so wie in der Kreisstadt Leer, wo es de facto aktuell keine Flächen gibt, aber immerhin nach Jahren des Verzögerns jetzt die Benzstraße beplant wird – „abgehängt“ werden.

Wie ist die Situation im Kreis Leer? Die Kommunen scheinen bis auf die Kreisstadt ganz gut vorbereitet zu sein. Knapp 33 Hektar Fläche stehen zur Bebauung bereit, weitere fast 42,5 Hektar sind für Gewerbe- und Industrieansiedlungen bereits fest vorgesehen. Investitionen in eine moderne Infrastruktur sind ebenfalls angesagt, beispielsweise in den Breitbandausbau.

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Auch die Nachfrage ist da. Beim interkommunalen Gewerbepark Rheiderland an der A31 sind fast drei der etwa sieben Hektar freien Fläche bereits für Großhandelsunternehmen bzw. Produktionsbetriebe reserviert. Auch das langjährige Sorgenkind, das Industrie- und Gewerbegebiet Leer-Nord mit mittlerweile 29 Betrieben und knapp 700 Arbeitsplätzen, nimmt immer mehr Fahrt auf.

Die GmbH, an der Kreis und Stadt Leer je zur Hälfte beteiligt sind, springt nun auch für die Fehlplanungen in der Kreisstadt ein. In 2022 wird ein 2,7 Hektar großes Gebiet neu erschlossen. Es ist gelungen, dafür eine Fläche mit einem Eigentümer zu tauschen. Das neue Gebiet soll mit Grundstücken zwischen 2000 und 5000 Quadratmetern klein aufgeteilt werden. Begründung: Bereits jetzt liegen zehn konkrete Ansiedlungsanfragen von Unternehmen vor. Darüber hinaus investiert Leer-Nord – dazu gehört auch der Anleger an der Ems mit mittlerweile 300 000 Tonnen im Jahr – in die Verbesserung der Bahnanbindung. Das vorhandene Industriegleis wird verlängert und erweitert.

Und was hat sich der Kreis ansonsten noch vorgenommen? Viel. Zwei Beispiele: Der Digital.Hub Ostfriesland soll in der IT-Branche, die Beteiligung an der regionalen Wasserstoff-Initiative mit Blick auf die Mobilitätswende Akzente setzen, Geld wird auch aus der Landkreis-Kasse verteilt. Seit Anfang 2021 haben 18 Gründer bzw. Firmeninhaber finanzielle Unterstützung aus dem kreiseigenen Förderprogramm erhalten. Wenn dann auch die Stadt Leer „aus dem Knick“ kommt und – so wie es der neue Bürgermeister Claus-Peter Horst im Wahlkampf zugesagt hat – wieder mit Blick auf Ansiedlungen und Erweiterungen durch neue Angebote handlungsfähig wird, dann muss man sich mit Blick auf die nächsten Jahre kreisweit keine Sorgen machen. An aktiver Wirtschaftsförderpolitik wird ein Wirtschaftswachstum im Kreis Leer nicht scheitern.

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