Lastrup /Verden Volltreffer! Erster Start bei einem Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter (Höveler Trophy) und gleich ein überzeugender Sieg! Leonie Böckmann, 14-jährige Tochter des Springreiters Gilbert Böckmann (RFV Lastrup), verwies im Finale mit Ponywechsel gleich zwei Jungs auf die Plätze zwei und drei.

„Ich bin zwar mit Hoffnungen nach Verden gefahren. Dass es aber so gut läuft, damit habe ich nie gerechnet“, bleibt die Schülerin der neunten Klasse der Cloppenburger Liebfrauenschule immer schön auf dem Teppich. „Sicher will ich immer auch gewinnen, aber bevor ich nicht durch bin, spreche ich nicht vom Sieg“. Am Ende hatte Leonie 17,5 Punkte auf ihrem Erfolgskonto stehen, 0,7 Punkte mehr als der zweitplatzierte Julius Reinacher (RV Osterwick) im Sattel des Ponys Christoph Columbus und einen Punkt mehr als der drittplatzierte Max Haunhorst auf Concord (RFV Hagen St. Martinus).

Am Tag zuvor hatte Leonie in der Einlaufprüfung (Stilspringen Klasse L) mit 8,4 eine hohe Note (Rang fünf) bekommen. Der Sieger Niclas Baule (ZRFV Stadthagen) sackte sogar eine 9,0 ein. Baule verfehlte mit 8,2 im Umlauf des Finales das Tagesfinale der besten vier Ponyspringreiter um 0,1 Punkte. Den Sieg im Umlauf des Stilspringens der Klasse M* sicherte sich Leonie mit der Wertnote 8,7 im Sattel ihres zehnjährigen Ponyhengstes Fort Lauderdale vor Julius Reinacher (8,6), Max Haunhorst (8,4) und Carla Schumacher (Lippe-Bruch-Gahlen, 8,3). Die Rheinländerin Schumacher musste als erste Reiterin mit dem Pony Fort Lauderdale von Leonie in den Parcours. Beim zweiten Sprung passte es nicht, Schumacher stürzte und wurde disqualifiziert und damit Vierte. Haunhorst und Reinacher strichen zwar viel Lob vom Bundestrainer Peter Teeuwen und den Richtern ein, ihre Noten auf den Fremdponys sollten am Ende aber nicht reichen.

„Dass ich als letzte Starterin in den Parcours musste, war nicht so schlimm. Ich konnte vorher beobachten, welche Fehler die Mitbewerber machen. Nervös war ich schon ein bisschen, weil High Dream N meiner Freundin Carla Schumacher immer unruhiger wurde, wenn die Zuschauer die Ritte der anderen frenetisch bejubelten“, hatte Leonie das mit Abstand schwierigste Fremdpony zu reiten. Und wie sie das anstellte? Einfach fantastisch. „Ich habe mich super auf das Pony eingestellt. Es war toll.“ Die Richter sahen es auch so. Sie vergaben die Wertnote 8,8 für den Auftritt, 0,1 Punkte mehr, als Leonie mit Fort Lauderdale erhalten hatte.

Vom Sieg seiner Tochter ist Gilbert Böckmann natürlich grandios angetan. „Ich hatte sie zwar oben erwartet, aber nie an einen Sieg gedacht.“ Trainingspause ist für Leonie nicht drin. Sie muss sich für das Finale im Bundesnachwuchschampionat der Springreiter Großpferde im Rahmen der Löwen Classics in Braunschweig vom 6. bis 9. März vorbereiten. Leonie ist die einzige Reiterin Deutschlands, die in beiden Nachwuchschampionaten startberechtigt ist.

Calvin Böckmann (RFV Lastrup erreichte mit seinem Pony Wild and Heart T Rang 13 im Championats-Finale.

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