Lastrup Ein wahrer Sonntagsschuss am Freitagabend verhinderte den vierten Sieg in Folge für den Fußball-Bezirksligisten FC Lastrup. Dass es am Ende nur beim 1:1 (1:0) gegen die SFN Vechta blieb, war aus Sicht der Gastgeber äußert ärgerlich, hatten sie doch in dieser zwar temporeichen und kampfbetonten aber mit nur wenigen Torchancen gespickten Partie ein deutliches Übergewicht.

Bezeichnend die 54. Minute, als der Gastgeber einen erneut eroberten zweiten Ball kreativ nach vorne brachte, Christoph Fröhle durchstartete, aber aus halbrechter Position mit seinem Heber, allerdings bedrängt, nur den Pfosten traf. Es wäre das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 2:0 gewesen. Denn vor der Pause nutzte nach der achten (!) Ecke für den FC Jan Ludmann die Verwirrung im Vechtaer Strafraum. Er traf mit einem sehenswerten Seitfallzieher unhaltbar zum 1:0 (36.).

Die Pausenführung ging völlig in Ordnung, weil die Gastgeber im ersten Abschnitt überhaupt nichts zuließen, immer wieder die Versuche der Gäste, mit Tempo über die Außenbahnen anzulaufen, stets rechtzeitig abblockten. Was auf der Gegenseite dem Spiel der Lastruper fehlte, waren die gefährlichen Pässe in die Spitze, so dass es oft nur zu Weitschüssen langte, die allerdings aber meist weit das Tor verfehlten.

Nach der Pause hätte Fröhle in der 54. Minute den Sack zumachen können, doch nur zwei Minuten später folgte das große Entsetzen im FC-Fan-Lager. Fast von der Seitenlinie aus zog Firat Tarti aus gut und gerne 35 Metern einfach einmal ab, und der Ball landete tatsächlich in der linken unteren Ecke im Netz zum 1:1. Für Torwart Stephen Smulczynski völlig überraschend, so dass ihm kein Vorwurf zu machen war gegen diesen plötzlichen und heiteren Schlag aus dunklem Himmel.

Aber die Gastgeber steckten nicht auf, stoppten immer wieder die Angriffsbemühungen der Gäste, machten aber den Fehler, zu sehr über die linke Bahn den Erfolg zu suchen, so dass sich Vechta mit seiner Defensive stets massiv dahin orientierte, während auf der rechten Seite vor den Auswechselbänken getrost Blumen angepflanzt hätten werden können.

Es spricht für die große Moral der Hausherren, dass sie sich auch nicht nach der völlig überzogenen gelb-roten Karte gegen Fröhle in der 79. Minute haben aus der Bahn werfen lassen. Stattdessen versuchte der FC Lastrup bis zum Abpfiff dennoch der Siegtreffer zu erzielen, der ihnen angesichts der gezeigten Leistungen auch verdient gewesen wäre.

„Schade, das Ding von Christoph Fröhle hätte zum 2:0 sitzen müssen, dann wäre die Partie sicher gelaufen gewesen“, sagte Lastrups Trainer Martin Sommer, der mit der Leistung seiner Mannschaft, die immer noch auf sieben Stammkräfte verzichten muss, zufrieden war.

Tore: 1:0 Ludmann (36.), 1:1 Tarti (56.).

FC Lastrup: Smulczynski - Klostermann, Koopmann, Haker, Ortmann, Fröhle, Moormann, Malte Jakoby (84. Grünloh), Ludmann, Swoboda, Felix Jakoby.

Schiedsrichter: Leon Weber (Wardenburg).

Gelb-Rote Karte: Christoph Fröhle (79., FC).

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Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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