TIMMERLAGE „Wir möchten allen, die im Landkreis Cloppenburg für den Trauerbesuchsdienst und die Trauerbegleitung gerade stehen, herzlich für ihr Engagement danken“, sagte Regina Bunger, Gemeindecaritasreferentin für die Dekanate Friesoythe und Cloppenburg (Caritas-Sozialwerk) jetzt auf dem Niels-Stensen-Hof in Timmerlage. Gemeinsam mit Elisabeth Pohlmann, Gemeindecaritasreferentin im Dekanat Löningen, und Heinrich Siefer von der Katholischen Akademie in Stapelfeld hatte Bunger die ehrenamtlichen Helfer für Trauernde zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. 34 Vertreter aus Hospizgruppen, den Pfarrgemeinden und der Gemeindecaritas waren gekommen.

Ein Ziel des Treffens war, ein Netzwerk zu schaffen, um den Ehrenamtlichen die Zusammenarbeit zu erleichtern. „Die ehrenamtlichen Helfer sind Brückenbauer. Wenn weitere Hilfen nötig sind, können sie die Trauernden bei der Suche nach geeigneten Institutionen oder Therapeuten unterstützen“, so Pohlmann. Geplant ist, einen Flyer zu erstellen, auf dem die Angebote für Trauernde im gesamten Landkreis Cloppenburg zusammengetragen werde.

Das Hilfsangebot für vom Tod eines nahen Angehörigen Betroffene im Landkreis Cloppenburg ist vielfältig: Es gibt Trauerbegleiter, die Hinterbliebenen über längere Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Neben festen Gesprächsgruppen gibt es Einzelgespräche. Auch spezielle Gruppen für Kinder, für verwaiste Eltern und für Hinterbliebene nach Suizid sind in einigen Orten vorhanden. Zudem wurden zwei Trauercafés eingerichtet, in denen man ohne festen Termin über seine Probleme sprechen kann. Der Trauerbesuchsdienst übernimmt in einigen Kirchengemeinden die Aufgabe des Pfarrers, etwa vier bis acht Wochen nach einer Beerdigung die Hinterbliebenen aufzusuchen. Dieser Besuch ist einmalig.

Die Ausbildung für den Trauerbesuchsdienst übernimmt Heinrich Siefer. „Dieser Besuch ist ein Signal aus der Kirchengemeinde“, erklärte er. Der Hinterbliebene solle erfahren, dass er nicht in seiner Trauer vergessen wurde. Bei diesem Anlass bestünde auch die Gelegenheit, noch einmal über die Beerdigung zu sprechen. Es gebe kaum noch Platz für Trauer in unserer Gesellschaft. Umso wichtiger sei es, ein Netzwerk anzubieten, in dem die Trauernden aufgefangen werden. Elf Teilnehmer haben jetzt die Fortbildung für den Trauerbesuchsdienst absolviert. Im nächsten Jahr wird die Katholische Akademie in Zusammenarbeit mit der Gemeindecaritas des Caritas-Sozialwerks wieder einen Kursus anbieten.

Wie aus einer ehrenamtlichen Initiative durch großen Einsatz und Mut zum Risiko ein Hospiz entstehen konnte, berichtete Martina Grolig vom Hospizhuus in Leer. Das Haus mit acht Betten finanziert sich aus Kranken- und Pflegekassen sowie Spenden.

Das Netzwerktreffen soll 2012 in ähnlicher Form wiederholt werden.

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