Hude /Vielstedt Vor 25 Jahren hat sich Wolfgang Denker aus Vielstedt (Gemeinde Hude) mit seiner Zimmerei selbstständig gemacht. Vier Jahre später gründete er die Firma „Biwo Bau“ (Biologisches Wohnen). Das Unternehmen steht für ökologisches Bauen sowie für das energiebewusste, gesunde und umweltschonende Wohnen.

Schottische Hochlandrinder brachten Glück

Für Wolfgang Denker gehören gesundes Bauen, Leben und auch Nahrung zusammen und so schaffte er sich vor einigen Jahren zwei schottische Hochlandrinder an. Diese brachten ihm in jeder Beziehung Glück. Jessika Michalzik kam mit ihrem Fahrrad durch Vielstedt und sah das Hofschild mit den abgebildeten Hochlandrindern und war sofort begeistert: „Darf ich die Rinder einmal streicheln?“

Überzeugte Lebensweise

Bei dieser ersten Begegnung mit Wolfgang Denker blieb es nicht. Heute sind die Lehrerin einer Förderschule und der Zimmermeister ein Ehepaar. „Der Umwelt-und Gesundheitsgedanke, der die Basis für unsere Häuserkonzepte liefert, schlägt sich auch auf unsere persönliche Lebensweise nieder“, erklären Jessika und Wolfgang. Sie gründeten ihren „Biohof Vielstedt“.

Ökologischer Landbau

Die landwirtschaftliche Tätigkeit üben beide mit sehr viel Herz im Nebenerwerb aus. Der Betrieb ist nach den geltenden EU Richtlinien für den ökologischen Landbau zertifiziert. Heute grasen neun Mutterkühe, aufgeteilt in zwei Herden, auf den Weiden in Vielstedt.

Offenstallhaltung

Den zur Verfügung stehenden Stall suchen die Rinder höchsten bei großer Hitze auf. Diese Offenstallhaltung kommt dabei auch den Schwalben zugute, die hier ideale Bedingungen für ihre Nester vorfinden.

Da die schottischen Hochlandrinder immer wieder für Nachwuchs sorgen, kommen jedes Jahr einige Tiere zur Schlachtung. Das gesamte Fleisch kommt auf den „Biohof Vielstedt“ zurück. In Frischekästen bekommt der Kunde einen Mix aus allen Fleischprodukten (vom Steak bis hin zum Suppenfleisch) – so wird Verpackungsmaterial eingespart.

Wertvolles Fleisch

Das Fleisch dieser Schottischen Hochlandrinder ist feinfaserig, cholesterin- und fettarm und weist einen vergleichsweise sehr hohen Anteil an wertvollen Proteinen auf und ist daher bei den Verbrauchern sehr beliebt. „Wie es schon bei unseren Großeltern üblich war, verwerten wir den ganzen Körper des Tieres“, erklärt Jessika Michalzik.

Eier von zwei gefährdeten Hühnerrassen

Neben dem Fleisch kommen auf dem „Biohof Vielstedt“ auch Eier zum Verkauf und diese sind von einer ganz besonderen Rasse: Ramelsloher Hühner, die vom Aussterben bedroht sind. „Das Ramelsloher Huhn legt im Jahr ca. 190 Eier und ist daher für größere Betriebe eher uninteressant“, weiß Wolfgang Denker. Dazu kommen noch Hühner der Rasse Vorwerk, die ebenfalls als gefährdete Nutztierrasse eingestuft sind. Neben der Produktion von Eiern, soll mit beiden Rassen gezüchtet werden. Wir möchten unseren Anteil am Erhalt dieser beiden Rasse leisten“, so Jessika Michalzik.

Hofladen geplant

Die Kunden vom „Biohof Vielstedt“ schätzen deren Produkte und sind gerne bereit dafür einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Sie wissen, hier steht nicht nur „Bio“ drauf, hier ist auch „Bio“ drin. Auch Gemüse wird auf dem „Biohof Vielstedt“ angebaut, allerdings im Moment nur für den eigenen Verbrauch. Das könnte sich schon im kommenden Jahren ändern, denn dann soll der eigene Hofladen eröffnet werden. A

uch privat geht das Ehepaar eher ungewöhnliche Wege. Einmal im Jahr geht es für zehn Tage nach Hörstel ins Kloster zum Heilfasten. „Da wird der Gedanke um die Ernährung einmal auf den Kopf gestellt“, so Denker. Damit aber noch nicht genug. Wolfgang Denker, ein leidenschaftlicher Radrennfahrer, möchte im nächsten Jahr ganz umweltbewusst mit dem Fahrrad von Vielstedt nach Barcelona fahren. „Wir leben den Umweltgedanken schon lange und nicht erst seit der weltweiten „Friday for future“ – Bewegung. Wie handeln aus tiefster Überzeugung“, ist sich das Ehepaar Denker/Michalzik einig.


     www.biohof-vielstedt.de 
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