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Großenkneten Mitten im Wasserschutzgebiet Großenkneten (Landkreis Oldenburg) liegt der landwirtschaftliche Betrieb Biohof Bakenhus. Er gehört dem Wasserversorger Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV), der mehr als eine Million Menschen im Nordwesten mit Trinkwasser versorgt. Qualitativ hochwertiges Trinkwasser erfordert sauberes Grundwasser. Um den Zusammenhang zwischen Landbewirtschaftung und Trinkwasser zu zeigen, hat der OOWV auf dem Biohof einen Lehrpfad zum Grundwasserschutz eingerichtet.

„Wissen schützt Wasser“, beschreibt Gabriele Wollstein vom OOWV die Intention des Lehrpfades. Er ist Teil der Umweltbildung, die der Verband seit rund 20 Jahren betreibt. Zahlreiche Schüler- und Erwachsenen-Gruppen hat Wollstein bereits über den Biohof geführt. Und immer ist der Wasserlehrpfad Teil des Programms. „Wir versprechen uns hiervon einen Motivations- und Schneeballeffekt. Man schützt nur, was man kennt“, glaubt sie.

Gezeigt werden sollen mit dem Lehrpfad die „Zusammenhänge zwischen oben: landwirtschaftliches Wirtschaften, und unten: Grundwasserqualität“, beschreibt Wollstein das Ziel und nennt es knackig „den Zusammenhang zwischen Wurst und Durst“. Vorausschauender Wasserschutz funktioniere nur, wenn alle mitmachen: Wasser-, Land- und Forstwirtschaft, Städte- und Verkehrsplaner und jeder einzelne Verbraucher.

24 Schautafeln und Exponate vermitteln den Besuchern auf dem Lehrpfad viel Wissenswertes zum Thema Wasser und die Arbeitsweise auf dem Bio-Bauernhof. Wie sieht der Wasserkreislauf aus? Wie entsteht Grundwasser? Was ist ein Wasserschutzgebiet? Wie kann man das Grundwasser schützen und wie sieht die Zukunft unseres Trinkwassers aus? An der letzten Station darf der Besucher dann das Gelernte in Form eines Puzzles zusammenfügen.

Alle Tafeln sind selbsterklärend, sodass Besucher sich nicht unbedingt für eine Führung anmelden müssen, sondern den Pfad auch selbst erkunden können.

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Eine große Rolle für die Qualität des Grundwassers und damit auch des Trinkwassers spielt die Landwirtschaft, genauer: der zu starke Einsatz von Dünger, womit hier Tiergülle und Gärreste gemeint sind und Pflanzenschutzmitteln. Gerade im OOWV-Gebiet gefährdet an vielen Stellen eine zu hohe Güllefracht das Grundwasser. Der Boden und die Pflanzen können die Nährstoffe nicht voll aufnehmen, und so gelangt vor allem Nitrat in tiefere Bodenschichten, dorthin, wo das Grundwasser gebildet wird. „Wir stellen hier daher auch Lösungen vor: Reduzierung der Tierbestände und Biogasanlagen; Aufbereitung und Export der Gülle aus den Überschussgebieten“, erklärt Wollstein.

In der Biolandwirtschaft, wie auf Bakenhus, sei das Ziel der geschlossene Nährstoffkreislauf ohne Überschüsse: Anbau von Futterpflanzen für die eigenen Tiere, deren Ausscheidungen wiederum zur Pflanzendüngung für neues Futter verwendet werden. „Wir wollen hier auf dem Biohof Bakenhus ins Gespräch mit den Verbrauchern kommen, um bei ihnen ein Bewusstsein zu schaffen für den Wert von Wasser und auch von Fleisch“, fasst Gabriele Wollstein das Konzept zusammen.

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