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Grabstede „Seit vielen Generationen ist unser Hof im Familienbesitz“, berichtet Torben Eilers. Das hat der 21-Jährige von seinen Großeltern Karl-Heinz und Angela Eilers erfahren. Torben, Sohn von Dirk und Karin Eilers – seine Schwestern Wiebke und Meike sind 18 und 17 Jahre alt – ist Junglandwirt. „Mein Berufswunsch stand schon sehr früh fest“, erzählt der junge Mann mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht.

Selbstbewusste Entscheidung zur landwirtschaftlichen Ausbildung

Seine Eltern hätten ihn bei der Berufswahl in keiner Weise beeinflusst. „Wir haben ihm gesagt, er solle es sich gut überlegen, ob er Landwirt werden möchte und haben ihm geraten, zunächst einen anderen Beruf zu erlernen und dann zu schauen, wie es weiter geht“, erzählt Mutter Karin Eilers. Für Torben gab es keine Alternativen: „Ich bin gerne Landwirt und möchte den Familienbetrieb fortführen“, blickt er selbstbewusst und zielstrebig voraus.

Seine Prüfungszensuren sind ein Indiz für die berufliche Entscheidung: Die landwirtschaftliche Gesellenprüfung hat Torben 2018 mit „sehr gut“ bestanden. „Mit dem Abschlussergebnis konnte ich mich für ein Stipendium zur Meisterschule bewerben und habe es bekommen“, freut sich Torben über die finanzielle Förderung.

Nach der Gesellenprüfung hat er zunächst ein Jahr die Fachschule Agrar in Oldenburg besucht. Seit Herbst 2019 ist der 21-Jährige mit dem Meisterkurs bei der Landwirtschaftskammer in Oldenburg gestartet, der sich über zwei Wintersemester erstreckt. Im Mai 2021 wird Torben Eilers die Meisterprüfung ablegen.

Familie Eilers betreibt Milchwirtschaft

Mit strahlenden Augen berichtet Torben vom Hof: „Wir fahren einen Kreislauf: Die Kälber, die hier geboren werden, bleiben im Betrieb. Kuhkälber sind die eigene Nachzucht unserer Kühe, Bullkälber werden zur Mast geführt und regional geschlachtet. Im Sommer sind unsere Ställe leer, die Tiere sind draußen auf der Weide, nur die größeren Bullen bleiben im Stall. Wir nehmen am Weidemilchprogramm der Molkerei teil und füttern genfreie Futtermittel“, berichtet der Junglandwirt und fügt hinzu: „Das Tierwohl liegt uns sehr am Herzen. Wir verdienen nur Geld, wenn die Tiere gesund sind.“

Zukunft der Hofstelle Eilers

Die rund 100 Kühe werden im Doppel-Sechser-Melkstand gemolken, die Silage mit einem Blockverteilwagen zur Fütterung vorgelegt. Mit drei Traktoren und dem entsprechenden Fuhrpark sei der Familienbetrieb momentan gut aufgestellt. Torben Eilers blickt mit etwas Sorge auf die größere Anschaffung: Ab 2025 sei es Pflicht, sowohl auf Weide- als auch auf Ackerland, die Gülle bodennah auszubringen. Nur die Vorrichtung kostet schon über 40.000 Euro, dazu käme noch das Güllefass. Es sei keine Frage: „Die Düngeverordnung ist wichtig. Wir bewirtschaften 120 Hektar und haben das Verhältnis Tiere auf Fläche angepasst.

Torben Eilers möchte später den Hof übernehmen. Als Meister kann er sich durchaus vorstellen, Lehrlinge auszubilden.

Auch Zeit für Freizeit darf sein: der 21-Jährige Junglandwirt bringt sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr ein, er spielt Schleuderball in Grabstede und geht ins Fitness-Studio, außerdem trifft er sich gerne mit seinen Freunden.

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