Landkreis Aurich Insgesamt sechs Kinder und drei Erzieher in Einrichtungen in Aurich, Holtrop und auf Norderney haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Und im Holtroper Fall ist klar, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte:

Vermutlich bei einem Auslandsaufenthalt hat sich ein Kind mit dem Coronavirus angesteckt - mit Folgen für weitere Angehörige der Holtroper Kita „Löwenzahn“. Insgesamt vier Kinder und zwei Erzieher wurden positiv auf die Delta-Variante des Virus getestet. Zudem wurde bei insgesamt 19 Personen eine Quarantäne angeordnet. Teilweise seien Mitarbeiter, die schon geimpft und deshalb nicht zwangsläufig in Quarantäne versetzt werden, freiwillig in Quarantäne gegangen, wie der Großefehntjer Bürgermeister Erwin Adams auf Anfrage mitteilte. Die Kollegen, die freiwillig in Quarantäne gegangen seien, wurden laut Adams für die Quarantänezeit freigestellt. Zudem habe es seit Bekanntwerden der Infektion in der vergangenen Woche mehrere Coronatests gegeben – und abgesehen von den vier Kindern und zwei Erzieherinnen habe es noch keine weiteren positiven Ergebnisse gegeben, teilte Adams mit. „Zum Glück“, fügte er hinzu. „Und ich hoffe, dass das auch so bleibt“.

Coronafall in Norderneyer Kindergarten

Neben dem Vorfall in Großefehn ist auch die Norderneyer Einrichtung „Die kleinen Inselstrolche“ von dem Coronavirus betroffen. Ein Kind, das eigentlich dort betreut wird, wurde positiv getestet. Allerdings ist in diesem Fall laut Kreis die Infektionsquelle unklar. Aber auch hier handelt es sich um die Deltavariante. Vorsorglich wurden daher insgesamt neun Kinder in Quarantäne geschickt und die Kindertagespflege für zwei Wochen geschlossen, da „neun Kinder den Großteil der zu betreuenden Kinder ausmachen“, wie es von der Pressestelle hieß.

Die dritte von einem Corona-Ausbruch betroffene Einrichtung im Landkreis Aurich befindet sich in der Kreisstadt: Zwei Gruppen des Sprachheilkindergartens der Awo in Aurich sind vom Coronavirus betroffen. Ein Erzieher und ein Kind wurden positiv getestet, wie der Kreis mitteilte. Um welche Variante des Virus es sich handelt, ist laut Landkreis allerdings unklar. Auch ist laut Landkreis ungewiss, wo sich die Infizierten angesteckt haben könnten. Vorsorglich wurde bei insgesamt 22 Personen eine Quarantäne angeordnet.

Ansteckung im familiären Umfeld

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Eine Erklärung, wie es zu den Infektionen gekommen sein könnte, hat Awo-Pressesprecher Thore Wintermann. Im Gespräch mit der NWZ sprach er davon, dass sich ein Kind im „familiären Umfeld“ angesteckt habe und die Erkrankung so in die Einrichtung gelangt sei. Im Zuge der Betreuung habe sich dann eine Erzieherin angesteckt.

Um weitere Infektionen aufzudecken, wurden bei den Gruppenmitgliedern PCR-Tests durchgeführt - allesamt negativ. Bevor die Kinder und Erzieher in der nächsten Woche wieder in die Einrichtung kommen dürfen, müssen sie allerdings noch einen weiteren Test machen, wie Wintermann mitteilte.

Aike Sebastian Ruhr Redakteur / Redaktion Aurich
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