Aurich Das Projekt Hebammenzentrale, das vom Landkreis Aurich unter bisheriger Leitung vom Diakonischen Werk des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde, soll fortgeführt werden. Darüber stimmten jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in einer Sitzung einstimmig ab.

Das ursprüngliche Leuchtturmprojekt läuft dieses Jahr Ende November aus, doch der Bedarf an Geburtenhilfe ist nach wie vor groß. In den vergangenen drei Jahren erreichten die Hebammenzentrale mehr als 1400 Anfragen. Im diesem Jahr wirkten bis Ende September dabei 38 Hebammen in der Hebammenzentrale mit und leisteten in 645 Fällen Beratungen zu Geburten für werdende Eltern. 15 Anfragen konnten sie nicht annehmen.

Die Beschlussvorlage, über die jetzt im Ausschuss abgestimmt wurde sah vor, dass das Projekt in Eigenregie fortgeführt und an die Kreisvolkshochschule Aurich, die Teil des Landkreises ist, angegliedert wird. Damit wird das diakonische Werk als Träger abgelöst. „Vor drei Jahren entstand die Idee aufgrund einer kreispolitischen Initiative die den Bedarf gesehen hat. Ich finde, gerade in Bezug zum Aspekt der Familienfreundlichkeit und dem hohen Bedarf ist es Aufgabe des Landkreises sich der Unterstützung von Familien bei Geburten anzunehmen“, erklärt Ratsherr Dr. Frank Puchert gegenüber der Redaktion.

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Das Aufgabenfeld oder die Arbeitsabläufe sollen sich durch die Übernahme durch den Landkreis laut Puchert aber nicht verändern. Aufgrund des hohen Bedarfs an Beratungen durch Hebammen soll außerdem die wöchentliche Arbeitszeit mit 15 Wochenstunden auf 17,5 Wochenstunden erhöht werden, da diese nach Auskunft von Sabine Decker, Leiterin der Hebammenzentrale nicht ausreichen.

Die Hebammenzentrale wurde 2018 ins Leben gerufen, da die Nachfrage stetig stieg und das Angebot an Hebammen sank. Damals wurde das Projekt mithilfe des Beschlusses des Kreistages, des Diakonischesn Werkes, dem Amt für Gesundheitswesen, der Kreisdelegierten Hebamme, dem Verein „Mother Hood e.V.“ sowie der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises kurzfristig umgesetzt.

Annika Schmidt Redakteurin / Redaktion Aurich
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