Von Karsten Krogmann

Frage: Herr Neumann, Sie kommen gerade aus den USA zurück – haben Sie uns ein paar Hollywood-Stars als Souvenir mitgebracht?

Neumann: Sagen wir es so: Ich habe in den USA die nötigen Verbindungen geknüpft, um Hollywood-Stars nach Oldenburg holen zu können.

Frage: Um welche Stars ging es da?

Neumann: Über einen Freund unseres Festivals habe ich zum Beispiel Chloë Sevigny kennen gelernt, die Hauptdarstellerin aus dem Film „Kids“. Dann gibt es Verbindungen zu Stacy Keach, besser bekannt als „Mike Hammer“, auch den würden wir gern einladen.

Frage: Wie gucken die Stars eigentlich, wenn Herr Neumann aus Oldenburg in Hollywood seine Einladungen verteilt?

Neumann: Ich muss mich zum Glück fast nie blank vorstellen, bei uns läuft alles über persönliche Kontakte. Leute wie Seymour Cassell oder Christopher Coppola öffnen mir viele Türen. Coppola hat mich auch wieder gebeten, bei seinem Filmfestival in Neu-Mexiko mitzuwirken. Da sitze ich dann mit seinem berühmten Onkel Francis Ford Coppola in einer Jury . . .

Frage: . . . den Sie selbstredend auch zum Filmfest nach Oldenburg einladen werden.

Neumann: Mal schauen, bei solchen Kalibern muss man ein bisschen respektvoll sein. Ich war aber zur Familien-Grillparty der Coppolas eingeladen, wo ich sogar Großmutter Coppola kennen gelernt habe. Sie sehen also, die Kontakte sind da!

Frage: Das Oldenburger Filmfest ist ja berüchtigt für eine eher kurzfristige Planung. Steht überhaupt schon irgend etwas fest für die 13. Ausgabe?

Neumann: Sie werden es kaum glauben, aber es steht tatsächlich schon einiges fest. Ich habe aus den USA viele spannende Filme mitgebracht, aber die Titel verrate ich Ihnen noch nicht!

Frage: Wie wird es denn, das Filmfest 2006 – noch größer, besser und schöner als 2005?

Neumann: Das hoffe ich. Die Qualität steigt mit jedem Jahr. Da hat uns der German Independence Award, den wir seit zwei Jahren verleihen, sehr viel gebracht: Jedes Jahr bekommen wir bessere und wichtigere Filme eingereicht.

Frage: Größer, besser, schöner – das kostet Geld. Im vergangenen Jahr schrumpfte die Förderung um 21 500 Euro. Wie sieht Ihre Geldbörse in diesem Jahr aus?

Neumann: Wir werden bei der Förderung auf dem Level von 2005 bleiben. Ich hoffe aber, dass wir uns durch unsere sehr guten Sponsoren ein wenig steigern können. Im vergangenen Jahr haben wir nämlich wegen des tollen Sommerwetters ein kleines Minus gemacht: Wir haben einfach nicht so viele Eintrittskarten verkauft.

Frage: 2005 haben Sie beim Filmfest erstmals eine Fachtagung zum Thema High-Definition-Kino veranstaltet. Werden Sie das wiederholen?

Neumann: Nein. Das war zwar spannend – unser Festival bietet mit seinem dichten Fünf-Tage-Programm aber nicht genug Raum für so was. Unsere Stargäste sollen ja nicht bei einer Fachtagung sitzen und unsichtbar fürs Publikum sein.

Frage: Was macht eigentlich Hollywood-Star Owen Wilson? Der wollte doch unbedingt einmal nach Oldenburg kommen . . .

Neumann: . . . oh ja, da muss ich unbedingt seinen Filmverleih anrufen. Der Kontakt besteht, seit Owens Brüder Luke und Andrew 2005 in Oldenburg waren. Und der Termin könnte sogar passen: Owen hat einen neuen Film, und er spricht die Hauptrolle im Animationsfilm „Cars“.

Frage: Aber bei uns werden amerikanische Filme doch synchronisiert, und meistens spricht dann Otto Waalkes Hauptrollen . . .

Neumann: . . . das macht nichts, wir nehmen Owen Wilson und Otto Waalkes.

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