Mainz /Baden-Baden EinsPlus und ZDFkultur werden in der Nacht zum 1. Oktober abgeschaltet. Die beiden Sender weichen dem neuen Jugendangebot, das am 1. Oktober den Betrieb aufnimmt - wenn auch ausschließlich im Netz. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz vor knapp zwei Jahren war beschlossen worden, aus finanziellen Gründen auf EinsPlus und ZDFkultur zu verzichten und stattdessen ein Angebot für die jungen Zuschauer auf die Beine zu stellen.

„ZDFkultur wird uns fehlen“, sagte der ZDF-Intendant Thomas Bellut am Dienstag. „Aber klar ist auch: Wir müssen sparen, wenn wir etwas Neues wie das Junge Angebot machen.“ Die wichtigsten ZDFkultur-Formate würden weitergeführt, entweder im Hauptprogramm oder bei 3Sat und Arte. Bereits seit dem 1. Januar 2014 sind bei ZDFkultur zahlreiche Wiederholungen zu sehen. Der Sender startete im Mai 2011 und war damals Teil der ZDF-Digitalstrategie, zu der auch ZDFneo und ZDFinfo gehören.

Der vom SWR verantwortete Sender EinsPlus trat innerhalb des ARD-Digitalangebots erstmals 2005 auf und konzentrierte sich zunächst auf Service-, Ratgeber- und Wissenssendungen. Ab 2012 wurde das Angebot um Programme für junge Zuschauer erweitert. „EinsPlus hat gerade mit seinen jungen Formaten Pionierarbeit geleistet“, sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust am Dienstag. „Die Erfahrungen und Kompetenzen, die bei EinsPlus aufgebaut wurden, kommen dem SWR an vielen Stellen zugute, so auch beim Jungen Angebot.“

ARD, ZDF und Medienpolitiker stritten jahrelang über die Frage, ob die öffentlich-rechtlichen Sender einen eigenen Jugendkanal anbieten sollen. Im Oktober 2014 rangen sich die Länderchefs zu der Entscheidung durch, dass der Kanal kommen soll - allerdings nur im Netz und nicht wie zunächst geplant als trimedialer Online-, Radio- und Fernsehsender.

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