OLDENBURG Eigentlich sollte die Vorschau auf den neuen Spielplan ganz im Zeichen der bevorstehenden Rückkehr ins sanierte Große Haus stehen. Doch die Tanztage halten das Oldenburgische Staatstheater offenbar fest im Griff. Generalintendant Markus Müller konnte neben 32 Premieren, darunter zehn Uraufführungen, und einer „moderaten“ Preiserhöhung „eine kleine Sensation“ ankündigen: Sharon Eyal, Hauschoreografin der weltbekannten israelischen Batsheva Dance Company, die mit „Killer Pig“ und der Compagnie Carte Blanche gerade auf dem Fliegerhorst für Furore sorgte, wird 2012 ein Stück für die Oldenburger Tanzcompagnie schreiben – das erste Mal überhaupt für ein deutsches Ensemble.

Kooperation beendet

Da lässt es sich vermutlich verschmerzen, dass die Kooperation mit der Bremer Tanzcompagnie unter dem Obertitel „nordwest“ nicht fortgesetzt wird. Obgleich die Tanzstücke weiterhin ausgetauscht würden, gebe es in der nächsten Spielzeit keine gemeinsame Produktion, erläuterte Müller. Man respektiere die Entscheidung der Bremer, bedauere sie aber auch. Stattdessen intensiviert das Staatstheater die Zusammenarbeit mit Groningen. Für das Tanzstück „Mirage“ (23. Oktober), das in Kooperation mit dem Club Guy & Roni entsteht, seien schon jetzt zehn Gastspiele in den Niederlanden geplant.

Thema Bürgerlichkeit

Zurück im alten, bis dahin komplett sanierten Großen Haus, das Müller augenzwinkernd „Kulturtempel“ nennt, will der Intendant dennoch zeigen, „dass wir ein heutiges Theater sind“. Allein im Musiktheater, das sich wie die anderen Sparten das Thema Bürgerlichkeit vorgenommen hat, sind drei Uraufführungen geplant. Daneben finden sich klassische Repertoire-Stücke wie Mozarts „Zauberflöte“, mit der am 1. Oktober die Spielzeit in dieser Sparte eröffnet wird (Regie: Niklaus Helbling) oder Puccinis „La Bohème“ (Lorenzo Fioroni). Ein ehrgeiziges Projekt verbirgt sich hinter dem Titel „Geisterritter“, das einen Roman von Cornelia Funke als Familienoper vertont, der erst zur nächsten Buchmesse auf den Markt kommt.

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Mit zwölf neuen Produktionen meldet sich das Schauspiel zurück, dass am 17. September mit der deutschen Erstaufführung der britischen Komödie „Ketzer“ von Richard Bean startet (Regie: Isabel Osthues). Noch in Arbeit ist der musikalische Abend „Song Of My Life“, bei dem am 2. Oktober persönliche Oldenburger Erinnerungen auf die Bühne des Großen Hauses kommen (Jasper Brandis). Klassiker wie Tolstois „Anna Karenina“ (Anna Bergmann), Shakespeares „Hamlet“ (Jan-Christoph Gockel) und „Kabale und Liebe“ (Jasper Brandis) runden den Spielplan ab.

Erfolgreich wie nie zuvor ist die Sparte Niederdeutsches Schauspiel, das mit „Faust“ beginnt und mit „Charleys Tante“ die Saison beendet. Als Wiederaufnahme geht die plattdeutsche Produktion „My Name Is Peggy“ schon in die dritte Spielzeit und wird in Wisconsin/USA gastieren.

Regina Jerichow Redakteurin (Ltg.) / Kulturredaktion
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