OBERHAUSEN /BERNE Der Apotheker will ein Serum gegen Schweißgeruch erfinden. Doch eine kleine Verwechslung führt zu großen Turbulenzen bei den Testpersonen.

Von Benno Hepse OBERHAUSEN/BERNE - Da hat der Apotheker und „Erfinder“ Max Loopmann (dargestellt von Harry Würdemann) in dem plattdeutschen Stück „De verrückte Professor“ zu guter Letzt gerade noch „die Kurve“ gekriegt. Mit diesem unter der Regie von Werner Kunst einstudierten Dreiakter bescherte der „Wöschenlanner Heimatvereen“ in der Gaststätte „Zur Krone“ (Kunst/Mertins) den Zuschauern am Sonnabend im voll besetzten Saal einen vergnüglichen Theaterabend.

Der „Professor“ ist besessen von der Idee, ein Serum gegen den Schweißgeruch zu erfinden. Nach monatelanger Forschung und mehreren gescheiterten Versuchen an Ratten und Mäusen gehen er und seine Frau Paula (Birgit Siems) mittels Zeitungsannonce auf die Suche nach Patienten, die bereit sind, sich für jeweils 500 Euro für weitere Experimente zur Verfügung zu stellen. Das Medikament hat zwar keine großen Nebenwirkungen, allerdings enthält es hochkonzentrierte Hormone. Durch ein Missgeschick verwechselt Ehefrau Paula die beiden Sorten für Männer und Frauen, so dass es bei den „Versuchskaninchen“ Heidrun Sagemiehl (Ramona Brünjes), ihrem Mann Freddy (Werner Kunst) sowie der Tochter Angelika Sagemiehl (Linda Grummer) ebenso zu starken persönlichen Veränderungen kommt wie bei Wilko Meiners (Sven Schönig), Phillip Renken (Uwe Schlötelburg) und Charlotte Müller (Bianca Junker). Besonders Phillip Renken ist ein hochkomplizierter Fall, hat er sich doch wegen finanzieller Sorgen die fünffache

Dosis des Serums verabreichen lassen. Das führt dazu, dass bei ihm die weiblichen Hormone schnell überhand nehmen. Die Versuchsreihe gerät im Laufe der Handlung völlig aus den Fugen, und so weiß niemand mehr so richtig, ob er oder sie nun männlich oder weiblich ist. Als die Lage schon zu eskalieren droht, wird durch Zufall ein natürliches Gegenmittel entdeckt – und es besteht doch noch ein Funken Hoffnung auf ein Happy End.

Marita Würdemann erlebte die Aufführung, die viel Beifall fand, als „Topustersche“ im Flüsterkasten. Beim anschließenden Theaterball sorgten die „Sonoros“ für Stimmung. Wiederholt wird die Komödie am Donnerstag, 12. Januar, um 20 Uhr und am Sonntag, 15. Januar, um 14.30 Uhr bei Kunst/Mertins. Für die Sonntagsvorstellung werden Kartenvorbestellungen unter Tel. 04484/313 entgegengenommen. Weitere Aufführungen sind in Oberhausen im März geplant.

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