MüNCHEN Kalender zeugen oft vom alltäglichen Stress – doch sie können auch Spaß machen: Die Firma Details setzt auf eine gestrickte Variante aus Wolle – ist ein Tag vorbei, wird am Faden gezogen und es fallen Hunderte von Maschen. So wird der Kalender Reihe für Reihe bis zum Jahresende kürzer. Christiaan Postma hat einen großen Kalender auf Tapete entworfen, den Kinder und Erwachsene gemeinsam ausmalen und beschreiben können – eine Art Tagebuch an der Wand.

Solche Kalender sind weniger Gebrauchsgegenstand, sondern eher Dekoration im Raum. Eine Dekoration, die beim Abschalten hilft: „Ich sehe eine Uhr eher als Stressfaktor im Wohnraum an“, erläutert der Wohnpsychologe Uwe Linke. „Sie zeigt mir täglich, wann ich wo sein muss. An einem großen und präsenten Kalender sehe ich nicht die tägliche Aufgabe, sondern das, was kommt.“ Eine Kalendertapete würde er daher nur mit schönen Terminen füllen: Im Feld des ersten Urlaubstags sollte ein Bild des Reiseziels festgesteckt werden. „Und wenn es draußen grau und trüb ist, sollte man sich auf den Frühling freuen und schon früh vor dem 1. März auf das Feld eine Blütenknospe hängen“, rät Linke.

Der Besuch beim Zahnarzt bekommt aber kein Feld. „Man sollte bewusst Gruseliges im Wohnraum weglassen“, erläutert Linke. Die eigentliche Terminplanung finde daher diskreter statt.

In Familien mit kleinen Kindern und in Haushalten von Senioren haben solche großen Kalender einen weiteren Nutzen, sagt die Wohnumfeldberaterin und Innenarchitektin Vera Schmitz aus Oberhausen. „Viele Senioren haben mit zunehmendem Alter Probleme mit der Orientierung. Kalender können hier zur Orientierungsgestaltung beitragen“, erläutert sie. Und Kinder lernen damit die zeitliche Orientierung.

Schmitz rät, Kalender an prägnanten Stellen aufzuhängen, etwa bei Senioren im Schlafzimmer und bei Familien in Räumen, die gemeinsam genutzt werden. Man sollte möglichst bunte und schöne Varianten wählen, die Spaß nicht als Mittel der Belehrung wirken.

Dekorationen gehören nicht in eine versteckte Nische des Zimmers, sagt auch Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Sie plädiert dafür, ausgefallene Stücke für die ganze Familie an besonders hervorgehobene Plätze im Wohnraum zu hängen und möglichst bunt zu gestalten.

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