OLDENBURG OLDENBURG - In der Uni-Woche gibt es im Oldenburgischen Staatstheater gleich drei Premieren in einer Woche. Das Besondere: Junge Schauspieler spielen für junge Leute. Auf kleinen Bühnen, ohne viel „Tamtam und Drumherum“. So formuliert es Guido Wachter, der in „Notizen aus dem Untergrund“ (Regie: Mark Spitzauer) einen Sonderling spielt, „den man erst sympathisch findet, dann bemitleidet und schließlich hasst“. Für sein Solodebüt hat sich Wachter die ausgefallenste Spielstätte und Uhrzeit der drei Stücke ausgesucht: die Kantine des Theaters, „den Untergrund“, wie er sagt, Beginn 23 Uhr.

Warum man die Hauptfigur des amerikanischen Autors Eric Bogosian hasst, sei nicht verraten. Nur soviel: „Das Stück ist harter Tobak.“ Gäbe es im Theater eine Schmuddelecke, sagt Wachter, gehörte das einstündige Nachtprojekt dorthin.

Den Auftakt der Uni-Woche macht „Finnisch“, ein humorvoller, skurriler Text von Martin Heckmanns. Sozusagen live verleben die Zuschauer im Spielraum jene Stunde mit einem jungen Mann, bis die Postbotin kommt, in die er sich verliebt hat. Carsten Clemens schlüpft in die Rolle des Verliebten, hat sie sich – wie seine Kollegen auch – gewissermaßen selbst ausgesucht und mehr oder weniger in der Freizeit einstudiert. Regie: Amadeus Gollner.

Schauspiel, Musik und Tanz bietet Simone Arntz in ihrem Solo-Musical „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler. Diese Produktion ist mit rund 80 Minuten ohne Pause die längste und personell die aufwendigste. Die musikalische Leitung hat Sebastian Venus, die Choreografie übernimmt Paula Ebeling. Regisseur Arne Böge inszeniert das Kammermusical, das 1971 Premiere feierte, ohne technischen Aufwand mit schlichtem Bühnenbild. „Eben pur“, sagt Simone Arntz, die Arne Böge noch aus Studientagen in München kennt und ab der kommenden Spielzeit zum festen Ensemble des Staatstheaters gehören wird.

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