GRONINGEN Jahrzehnte nach dem Krieg und der folgenden Aussöhnung sei es auch heute immer wieder wichtig, die deutsch-niederländische Grenze in beide Richtungen zu überqueren, „weil ein guter Nachbar viel besser ist als ein entfernter Freund“. Das sagte der Direktor des „Groninger Forums“, Bas van Kampen, am Freitagabend bei der Auftaktveranstaltung für das niederländisch-deutsche Projekt „Die Grenze überwunden“.

Im Saal des „ForumImages“ stellte van Kampen fest, „dass wir uns über die Grenze hinweg etwas zu erzählen haben“. Erzählungen waren auch der eindeutige Schwerpunkt des Projektes. Hunderte Autoren aus beiden Ländern waren dem Aufruf des Groninger Forums und deutscher Partner gefolgt und hatten Geschichten zu deutsch-niederländischen Beziehungen abgeliefert. Eine fünfköpfige Jury hatte alle eingesandten Geschichten gelesen. Die Autoren der drei besten Erzählungen wurden eingeladen. Die beiden Niederländerinnen Jouck Annema-Kalsbeek (Winschoten) und Silke Holscher (Groningen, Platz 1) sowie als einziger Deutscher Carl-Friedrich Ehlers (Oldenburg), bis 2007 als Redakteur für die NWZ  tätig, lasen ihre Beiträge selbst vor. Wer Platz 2 bzw. 3 belegte, wurde in gut-nachbarschaftlicher Manier offen gelassen.

Während Annema-Kalsbeek Erlebnisse mit polnischen Befreiungs-Soldaten 1945 in Winschoten schilderte, Holscher emotional über ihre „Omas“ aus Deutschland und Groningen berichtete, beschrieb Ehlers humorvoll in dem Beitrag „Welche Ehre“ eine Begegnung mit Königin Juliana im Jahr 1973. Er hatte es damals als einziger deutscher Journalist geschafft, an Bord des königlichen Schiffes zu kommen und über die Einweihung des Eemshavens durch die Monarchin zu berichten.

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