OLDENBURG Eigentlich ist die Zahl von potenziellen Kino-Sälen in Oldenburg recht überschaubar. Es gibt das Cinemaxx, das Casablanca, das CineK – und das Wallkino nicht mehr. Weil das für ein Festival nicht ausreicht, findet Filmfest-Chef Torsten Neumann Jahr für Jahr immer neue Kurzzeit-Kinos. Die Justizvollzugsanstalt ist so eine Spielstätte. Und in diesem Jahr hat „Mr. Ollywood“ wieder einen Ort gefunden, der – mit Verlaub – nicht unbedingt an ein Kino erinnert.

Die Rede ist von der Lambertikirche. Erstmals findet dort eine große Filmfest-Gala statt. Am Freitag, 16. September, wird dort erst ein roter Teppich ausgerollt, dann kommen die Ehrengäste vorgefahren. Von denen zumindest Deborah Kara Unger dafür bekannt ist, eher für einen Kirchenbesuch etwas zu offenherzig gekleidet aufzutreten. Sie spielt in dem Film von Emilio Estevez die weibliche Hauptrolle neben Altmeister Martin Sheen (er ist übrigens der Vater von Skandalnudel Charlie Sheen und von Emilio Estevez). Trotz derartiger Umstände passt der gezeigte Film durchaus in eine Kirche. In „The Way“ bewegen sich die Protagonisten auf dem Jacobsweg.

Die Eröffnung findet auch in einem neuen „Kino“ statt. Am Mittwoch, 14. September, wird „Kein Sex ist auch keine Lösung“ in der EWE-Arena gezeigt. Ab 18.30 Uhr werden die Stars – wer denn nun wirklich kommt, ist wohl bis kurz vorher unklar – über den roten Teppich spazieren. Zugesagt haben schon Stephan Luca und Armin Rohde, die ebenso in dem Eröffnungsfilm mitspielen wie Hannelore Elsner, Anna Thalbach und Corinna Harfouch. Um 19 Uhr soll der Film beginnen – vor der einmaligen Kulisse von 1200 Besuchern. Rund 1000 Tickets für die Gala sind im freien Verkauf zu normalen Kinoeintrittspreisen zu bekommen.

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Mehr als 50 Filme und 75 Aufführungen hat Neumann in diesem Jahr nach Oldenburg geholt. Ausschnitte aus mehrerem Streifen gab es bei der „Trailer-Show“ am Montagabend im OLB-Kino zu sehen. Höhepunkte im Programm gibt es genug. Und im Laufe der fünf Festivaltage wird reichlich Kino-Prominenz nach Oldenburg kommen, etwa Regisseur Mark Polish.

Und weil auch in den Oldenburger Filmfest-Kinos die Zahl der Plätze übersichtlich ist, kann es dann schon mal vorkommen, dass normale Besucher z.B. in Reihe acht neben Rambo-Regisseur Ted Kotcheff oder Mädchenschwarm Ken Duken sitzen.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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