Oldenburg Als der damalige Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Horst-Günter Lucke, im Jahr 2011 seinen 75. Geburtstag feierte, da wollte er von seinen Gästen keine Geschenke, sondern sammelte Spenden für einen besonderen Zweck. Sein Ziel: Ein Buch über die Geschichte des Oldenburger Landes. Das Ergebnis wurde am Dienstag im Fürstensaal am Oldenburger Bahnhof präsentiert.

„Oldenburg, ein starkes Stück Niedersachsen mit einer spannenden Geschichte“, umriss Landschaftspräsident Thomas Kossendey den Inhalt des neuen Buches. „Das Oldenburger Land ist bis heute eine feste Größe, wenn es um die regionale Identität der Oldenburgerinnen und Oldenburger geht. Fester Bestandteil und Grundlage der oldenburgischen Identität ist die oldenburgische Geschichte“, so Kossendey weiter. „Es war uns ein Anliegen, dass das Buch zwar auf wissenschaftlichen Grundlagen fußt, gleichzeitig aber verständlich bleibt. Wir wollen eine breite Leserschaft damit erreichend“, betonte Kossendey.

Die sieben Autoren beleuchten dabei ganz unterschiedliche Aspekte: Jörgen Welp umreißt „Die territoriale Entwicklung des Oldenburger Landes“ von der Grafenzeit an bis ins 20. Jahrhundert. Andreas Lombard behandelt „Haus und Land. Das Herzogtum und Großherzogtum Oldenburg von 1773 bis 1918“ und damit die Zeit, in der das Haus Holstein-Gottorp Oldenburg regierte.

Huno Herzog von Oldenburg stellt „Die russische Nebenlinie des Hauses Oldenburg und weitere Mitglieder Angehörigen des Hauses in russischen Diensten“ vor, wobei die engen Beziehungen der Oldenburger zu Russland deutlich werden. Albrecht Eckhardt stellt unter dem Titel „Vom Großherzogtum zum niedersächsischen Verwaltungsbezirk. Das Land Oldenburg 1918-1946“ die Geschichte des Freistaats Oldenburg dar.

Burkhard Beyer schreibt zum Thema „Ganz ohne Eile. Die Eisenbahnen des Großherzogtum Oldenburg“ und widmet sich damit einem Stück oldenburgischer Verkehrsgeschichte. Der Beitrag von Peter Betthausen heißt „Der Oldenburger Klassizismus. Ein kaum bekanntes Kapitel deutscher Architekturgeschichte“ und befasst sich damit mit einem bedeutenden Gesichtspunkt oldenburgischer Kulturgeschichte.

Thomas Hellmold schließlich schreibt über „Was vom Großherzogtum Oldenburg übrig blieb. Banken, Versicherungen und Wirtschaftskammern“. Hier stellt er Wirtschaftsunternehmen vor, deren Wurzeln weit in die oldenburgische Geschichte zurückreichen.

„Es ist eine hervorragende Darstellung der Geschichte des Oldenburger Landes geworden und ein Zeugnis oldenburgischen Bewusstseins“, lobte Horst-Günter Lucke.

Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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