Bremerhaven Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven will die Geschichte seines wichtigsten Ausstellungsobjektes, einer Hanse-Kogge aus dem Jahr 1380, mithilfe von Spielzeug-Figuren neu erzählen. In zehn großen Schaulandschaften sollen in einer Sonderausstellung ab dem 26. Juni mit Playmobil-Figuren beispielsweise der Wrackfund in Bremen 1962 und die spätere Restaurierung nachgestellt werden. „Wir wollen neue Sehgewohnheiten ausprobieren“, sagte Direktorin Sunhild Kleingärtner am Mittwoch bei der Vorstellung des Museumsprogramms für das Jahr 2020.

Unter dem Motto „Kogge trifft Playmobil“ will der Hamburger Künstler Oliver Schaffer (41) die Kogge-Halle des Schifffahrtsmuseums in eine fantasievolle Spielzeug-Landschaft verwandeln. Für den Szenografen ist Bremerhaven die 45. Ausstellung, die er mit einigen Stücken aus seiner Playmobil-Sammlung gestaltet, zu der mehr als 100 000 Figuren und über eine Million Einzelteile gehören.

Noch nie sei in einer seiner Ausstellungen ein großes Objekt wie die Kogge so präsent gewesen, sagte er in Bremerhaven. Er wolle sie „so in Szene setzen, wie sie noch nie zu sehen war“.

Die Schau soll vier Monate – bis zum 25. Oktober – laufen und verstärkt Familien und Kinder ansprechen, um sie mit der Koggen-Geschichte vertraut zu machen. Der Fund des Schiffswracks in der Weser bei Bremen war eine Sensation.

Schiffe mit ähnlichem Aussehen kannte man bis dahin nur als Darstellung auf alten Siegeln der Hansestädte. Das Wrack gilt als das am besten erhaltene Handelsschiff des Mittelalters.

Seit dem Fund dauerte es fast 40 Jahre, bis es in der nach ihm benannten Kogge-Halle des Schifffahrtsmuseums der Öffentlichkeit gezeigt werden konnte.

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