Wiesbaden Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar und „heute-show“-Moderator Oliver Welke sind am Sonnabend in Wiesbaden für ihren klugen Umgang mit Sprache ausgezeichnet worden. Yogeshwar bekam den Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache in der Sparte „Fernsehen“. Dem Physiker („Quarks & Co.“) gelinge es immer wieder, komplexe naturwissenschaftliche Phänomene verständlich darzustellen, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Welke und sein Team der ZDF-„heute-show“ erhielten den neu gestifteten Hans-Oelschläger-Preis für Sprachkritik in den Medien. Es gelinge dem 48-Jährigen, in der bissigen Satiresendung komödiantische Höchstleistungen zu vollbringen und inhaltsleere Floskeln von Politikern zu entlarven, dabei aber die Distanz zum Klamauk zu wahren.

Den Sprachkultur-Preis in der Sparte „Presse“ bekam die Journalistin Johanna Adorján. Sie arbeitet seit 2001 für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Ihre Interviews etwa mit Roman Polanski oder Woody Allen zeichnen sich laut Jury vor allem dadurch aus, dass es ihr gelingt, ihren Gesprächspartnern Neues und Interessantes zu entlocken. Einen Nachwuchspreis bekam der freie Journalist Mohamed Amjahid, der unter anderem für „Die Zeit“ schreibt. Jeder der vier Preise ist mit 5000 Euro dotiert.

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