PAPENBURG Das Licht Katalanien spiegele sich in der Kunst Joan Mirós, sagte Norbert Nobis vom Sprengelmuseum in seiner Einführung. Er hatte die Grafik von Joan Miró nach Papenburg gebracht, wo sie jetzt im Kulturzentrum Gut Altenkamp ausgestellt wird. Zuvor war die Kollektion im italienischen Pordenone unter dem Titel „Miró – Triumph der Farbe“ zu sehen gewesen.

Joan Miró (1893–1983) stammt aus Barcelona. Er war 1921 nach Paris gekommen und hatte Anschluss bei den Surrealisten gefunden. Literarische Werke aus dieser Richtung wurden von ihm farbenfroh begleitet.

Die Ausstellung auf Gut Altenkamp zeigt nun zwei Editionen zur Lyrik von Tristan Tzara und Paul Eluard, Blattfolgen von 1948 und 1957, in denen der Grafiker mit einfachen Formmotiven den schwierigen Versen der Dichter nachspürt. Solche Ausgaben werden nur selten gezeigt. Schon ihretwegen lohnt sich also die Fahrt nach Papenburg.

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Die Ausstellung spart das Frühwerk vor dem Krieg aus. Es konnte, von einer Ausnahme abgesehen, aus nachvollziehbaren Gründen, nicht erworben werden. Erhebliche Unterschiede zur Kunst nach 1945 sind allerdings auch nicht festzustellen.

So steht die Auswahl von 30 Lithografien, Farbradierungen, Linol- und Holzschnitten für das fantasievolle Schaffen eines Künstlers, der mit einfachen Symbolen von der Heiterkeit des Lebens, der Farbenfülle in der Welt und dem Licht über der Landschaft berichtet hat.

Immer wiederkehrende Motive sind Sonne, Mond und Sterne. Sie stehen für den alltäglichen Verlauf der Zeit, und wenn Schwarz als vierte Farbe hinzukommt, wird das Ende aller Freuden angekündigt.

Joan Miró erzählt in seinen Grafiken im Grunde keine Geschichten, aber manche seiner oft wiederholten Formen tragen Gesichter oder sind als Arme und Beine zu deuten, so dass ein Bezug zum Menschen und damit eine Möglichkeit der Identifizierung für den Betrachter vorhanden ist.

Die Leichtigkeit seiner meist nebeneinander gestellten Bildelemente, die sich selten überschneiden, die Leuchtkraft seiner Farben und das Spielerische seiner Kompositionen machen die ungeheure Popularität seines Werkes aus.

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen folgerichtig fast doppelt so viele Besucher (etwa 250) als in den Jahren zuvor, so dass sogar die Statik des ehrwürdigen Schlosses gefährdet schien.

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