Hamburg/Berlin (dpa) - Der Streit um die Entlassung von Rowohlt-Chefin Barbara Laugwitz ist beigelegt. Beide Seiten hätten sich einvernehmlich geeinigt, teilten die Holtzbrinck-Buchverlage am Mittwoch mit.

Laugwitz wechselt nun zum 1. März zu den Berliner Ullstein Buchverlagen. Die 47-Jährige werde die Geschäftsführer Gunnar Cynybulk und Julia Claren unterstützen und die Programme weiterentwickeln, teilte Ullstein mit.

Der zu Holtzbrinck gehörende Rowohlt-Verlag hatte Ende August überraschend bekanntgegeben, dass zum 1. Januar der Autor Florian Illies ("Generation Golf") neuer verlegerischer Geschäftsführer werde. Die Entlassung von Laugwitz hatte heftige Turbulenzen ausgelöst, namhafte Autoren hatten in einem offenen Brief die Entscheidung kritisiert.

In der Mitteilung von Holtzbrinck heißt es nun, im Zuge des Ausscheidens von Laugwitz sei es zu einem Disput zwischen Verlag und Verlegerin gekommen. Barbara Laugwitz sei von einem unbefristeten Kontaktverbot zu den von ihr bis dahin betreuten Autoren des Verlags ausgegangen, der Verlag von einem befristeten Kontaktverbot bis zu dem Zeitpunkt der Bekanntgabe der Trennung per Pressemitteilung.

Laugwitz war wegen der unterschiedlichen Auslegung vor Gericht gezogen. Nun hätten beide Seiten den Disput einvernehmlich beigelegt. "Ich bedaure, dass der Eindruck entstanden ist, der Verlag habe ein Kontaktverbot verhängt. Das war nie beabsichtigt und widerspräche auch gänzlich unserem Verständnis vom Umgang mit Autoren und Mitarbeitern", sagte der Chef der Holtzbrinck Buchverlage, Joerg Pfuhl. Laugwitz stellte fest: "Es war mir wichtig, die lange Zusammenarbeit in der Verlagsgruppe nicht im Streit zu beenden."

Für die Ullstein Buchverlage erklärte Verleger Gunnar Cynybulk in einer Mitteilung: "Dass Barbara Laugwitz zu Ullstein zurückkehrt, finde ich sensationell. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr und bin überzeugt, dass die Ullstein Buchverlage ihre positive Entwicklung mit Barbara Laugwitz noch mehr beschleunigen werden."

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