Dangast Tanzende Menschen am Strand, Live-Musik und traumhafte Sonnenuntergänge am Horizont: So lässt sich das Watt-en-Schlick-Festival in Dangast (Kreis Friesland) am Wochenende zusammenfassen. Zwar regnete es zwischendurch, doch selbst die 800 Camper ließen sich dadurch nicht vom Feiern abhalten. Insgesamt 3500 Besucher strömten bei der dritten Auflage des Festivals nach Dangast und verwandelten den Strand in eine Party- und Kulturmeile.

Für die ganze Familie

Das Watt-en-Schlick war ein Festival für die ganze Familie. Neben den Musik-Acts gab es ein Quiz, Yoga am Strand, Impro-Theater, natürlich einen Schlick-Rutsch-Wettbewerb und ein Spielschiff für Kinder. „Wir haben den Anspruch, dass alle Generationen sich bei uns wohlfühlen“, sagt Festival-Mitarbeiterin Sofie Buchwald. Und das habe sehr gut funktioniert. „Es ist alles super gelaufen“, berichtete sie. „Pro­blemchen“ gebe es immer, gerade bei so jungen Events, aber langsam mache sich die Erfahrung bemerkbar. Von Gästen wie Künstlern habe sie durchweg positive Rückmeldung bekommen.

Die musikalischen Höhepunkte am Freitag- und Sonnabendabend auf der Hauptbühne waren die Schweizer Sängerin Sophie Hunger und die norwegische Indie-Pop-Band Kakkmaddafakka. Die enorm vielseitige Hunger gab die Strand- und Meeratmosphäre auf fantastische Weise musikalisch wieder. Sie wechselte ausgewogen zwischen sinnlichen Balladen und rockigen Gitarrenriffs, so dass nahezu jeder Gast ein neues Lied in das Repertoire seiner Lieblingssongs aufnehmen konnte. Die Jungs von Kakkmaddafakka sind seit Jahren eine Festival-Größe in Deutschland und sorgten am Sonnabendabend für Festivalstimmung.

Diese kam auch schon zuvor bei der Elektro-Pop-Band FM Belfast aus Island auf. Die Band hatte auf der Bühne enorm viel Spaß. Am Ende des Auftritts luden sie die Zuschauer zum „Huh!“-Jubel ein, bekannt von den Auftritten des isländischen National-Teams bei der Fußball-Europameisterschaft.

Große Mitmach-Freude hatten Teile des Publikums bereits bei Romanos Song „Klaps auf den Po“ bewiesen. Die Rock- und Pop-Routiniers von Element of Crime sorgten am Sonntagabend für den fulminanten Festival-Abschluss.

Doch auch auf den kleineren Bühnen herrschte Hochbetrieb. Auf einer liebevoll aus Paletten zusammengezimmerten Bühne am Strand traten unter anderen die Oldenburger Band Letterbox Salvation und der Sänger Pohlmann auf.

Bester Blick

Das Zelt auf der angrenzenden Wiese wurde bei den Acts der Bands Milliarden und Who killed Bruce Lee sowie beim Berliner Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin und beim Ratinger Rapper Umse regelrecht zum Hexenkessel. Fraktus, Tender Games, Coma und Roosevelt verwandelten das Zelt mit elektronischen Klängen am Sonnabend nach Mitternacht in eine Disko.

Aber allein der Sonnenuntergang war den Eintrittspreis wert – wobei die Musiker auf der Hauptbühne wohl den besten Blick hatten. Das Schwestern-Duo Joco aus Ostfriesland brachte das mit dem Lied „Over the Horizon“ zum Ausdruck – und richtete ein „Danke Dangast“ an das gesamte Watt-en-Schlick.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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