Mit Hits wie „In The Army Now“ und „Whatever You Want“ wurden sie zu Weltstars. Ab Juni gehen die Altrocker von Status Quo mit ihrem neuen Album „Quid Pro Quo“ im Gepäck auf Tour.

Seit fast 50 Jahren reisen Sie mit Status Quo durch die Welt. Warum tun Sie sich den Tour-Stress noch an?

Rick Parfitt (62): Ganz einfach: Das ist mein Leben. Mit der Band auf der Bühne zu stehen und vor tausenden Fans zu spielen, ist für mich wie eine Droge. Davon komme ich wohl auch nicht mehr los.

Spielt Geld nicht auch eine Rolle?

Rick Parfitt: Wissen Sie, wer so lange im Musik-Geschäft ist wie ich, bei dem geht es nicht mehr um das große Geld. Ich merke sogar immer wieder, dass der Tour-Stress mir gut tut, weil ich so meinen Körper und Geist fit halte.

Sind Sie zu 100 Prozent fit? Immerhin haben Sie einen vierfachen Bypass gesetzt bekommen.

Rick Parfitt: Ach, das ist schon 15 Jahre her. Und aus meiner Sicht war das auch gar nicht nötig, aber die Ärzte... Seitdem lebe ich gesünder und stand schon wieder bei über 1000 Konzerten auf der Bühne. Alles ist gut!

Durch Ihre Tour bewerben Sie auch Ihr neues Album. „Quid Pro Quo“. Wie lange haben Sie für die Aufnahmen benötigt? Rick Parfitt: Das ging diesmal richtig schnell: Innerhalb von fünf bis sechs Wochen hatten wir alle Songs eingespielt. Wir waren sehr auf die Arbeit fokussiert und haben keine Sekunde herumgeklüngelt.

Und zufrieden? Rick Parfitt: Ich weiß, das sagt jeder Künstler, aber das Album ist gut. Für mich sogar das beste seit 25 Jahren. Es hat sehr viel Power, und die ersten vier Songs sind exzellent.

Mögen Sie noch Ihre alten Hits? Rick Parfitt: Na klar. Wieso nicht?

Weil es langweilig werden könnte, sie immer und immer wieder zu spielen. Rick Parfitt: Um Gottes Willen, wir spielen immer vor einem anderen Publikum, dessen Reaktionen unterschiedlich sind. Langweilig ist das nicht.

Gibt es einen speziellen Weg, wie Sie Ihre Songs schreiben? Rick Parfitt: Nein, das geschieht oft unbewusst. Wir sitzen zusammen, spielen wild auf der Gitarre und haben plötzlich eine Melodie im Kopf.

Sie sind seit 1962 mit Status Quo aktiv. Inwiefern hat sich das Musik-Geschäft verändert? Rick Parfitt: Der Wettbewerb unter den Künstlern ist viel größer geworden. Heutzutage kann ja wirklich jeder eine Platte machen. Ob er allerdings Erfolg damit hat... Ich möchte nicht mit den jungen Künstlern tauschen.

Macht es Sie stolz, nach fast 50 Jahren immer noch im Geschäft zu sein? Rick Parfitt: Natürlich. Vor allem deshalb, weil viele Bands von damals bereits von der Bildfläche verschwunden sind.

Wer ist aus Ihrer Sicht derzeit ein absoluter Weltstar im Musik-Business? Rick Parfitt: Es mag sich jetzt verrückt anhören, aber mich begeistert Lady Gaga. Sie ist fantastisch und das noch nicht einmal, weil sie unheimlich viel musikalisches Talent hat. Sie hat das gewisse Etwas.

Was halten Sie eigentlich von Casting-Shows? Rick Parfitt: Für mich haben diese Shows nicht wirklich einen musikalischen Anspruch. Das ist pures Entertainment. Außer Leona Lewis hat doch niemand weltweiten Erfolg. Wobei ich gestehe: Ab und zu schaue ich mir die Shows an.

Wieso? Rick Parfitt: Weil einige der Teilnehmer einfach nur richtig schlecht sind. Oft wissen die Kandidaten das schon vorher und treten trotzdem an. Das amüsiert mich.

Wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken: Was waren die Höhepunkte? Rick Parfitt: Da gab es sehr viele. Unser Auftritt bei Live Aid 1985 in Wembley zum Beispiel. Was ich auch nie vergessen werde, ist unser erster Auftritt bei „Top of the Pops“. Das war 1968. Unvergesslich. Die Show war bis dato eine Bühne für die Rolling Stones oder Cliff Richard – und plötzlich waren wir selbst dabei.

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