Hannover /Bremen Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Niedersachsen-Bremen, vergibt ab sofort jährlich einen neuen Kulturpreis, die Theodor-Fuendeling-Plakette. Erster Preisträger ist Prof. Dr. Christian Pfeiffer (69), Direktor des Kriminologischen Instituts, Hannover. Die undotierte Auszeichnung wird am 26. August in Hannover, verliehen. Die Laudatio hält die Theologin Margot Käßmann.

Pfeiffer habe, so die Jury, „fundiert den Zusammenhang zwischen Mediennutzung und Schulleistung erforscht“. Zudem engagiere er sich ehrenamtlich „in hohem Maße für die Kulturförderung und speziell für die Förderung des Lesens“. Der Landesverband hat den Ehrenpreis aus Anlass seines 130-jährigen Bestehens ins Leben gerufen. Er trägt den Namen des Verbandsgründers Theodor Fuendeling.

„Bücher sind geistige Anregungen und als solche durch nichts zu ersetzen“, sagt Pfeiffer. Der Kriminologe untersucht seit 1998 den Zusammenhang zwischen Medienkonsum, Computerabhängigkeit und schulischem Erfolg. Eines der aktuellen Ergebnisse: 16 Prozent der 16-jährigen Jungen spielen derzeit mehr als 4,5 Stunden täglich Computerspiele, immerhin sieben Prozent der gleichaltrigen Mädchen beschäftigen sich genauso lange mit Facebook. „Das schränkt die Lesekultur erheblich ein“, so Pfeiffer. Als Konsequenz solcher Ergebnisse fordert er vor allem ein Gegensteuern der Schulen: „Die Schulen sind gefordert, bei den Kindern die Lust aufs Leben zu wecken.“


Infos unter   www.boersenverein-niedersachsen-bremen.de 
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