WILHELMSHAVEN Die Wilhelmshavener Grünen lehnen die unkontrollierte Öffnung des Grodendamms ab. Ein regulierter Wasseraustausch zwischen Banter See und Großem Hafen sei hingegen wünschenswert, stellten am Montag Michael von den Berg, Sigrid Linsen-Steiner und Michael Janßen für den Grünen-Kreisverband fest.

Die Grünen haben sich mit Blick auf die 1. Banter-See-Konferenz Gedanken über die Zukunft des künstlichen Sees gemacht. „Oberstes Ziel muss sein, die Wasserqualität in Ordnung zu bringen“, stellte von den Berg fest. Eine Erhöhung des Salzgehalts im See – etwa durch gezielten Wasserzufluss – könnte nach Überzeugung der Grünen die Bedingungen im See so verändern, dass sich die Lebensbedingungen für Cyanobakterien verschlechtern.

Hilfreich sein könnte das häufigere Öffnen der Seeschleuse im Sommer, da schon jetzt der Grodendamm nicht dicht sei.

Durch ökologische Maßnahmen wie das Anlegen von Schilfgürteln in vernässten Uferbereichen könnte eine Art „Grünflächen-Kläranlage“ entstehen. Diese Schritte zusammen würden möglicherweise schon ausreichen, um mittelfristig eine akzeptable Wasserqualität zu erreichen, hofft Sigrid Linsen-Steiner. „Unkontrollierte Maßnahmen wie den Einsatz von Chemischen Keulen gegen den hohen Phosphatgehalt im See wollen wir vermeiden.“

Die Grünen unterstreichen die Bedeutung eines Gesamtkonzepts für den Banter Sees mit Bezug zur Südstadt, der Maritimen Meile und der Jadeallee. Ausdrücklich begrüßen sie, dass Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) mit der Banter-See-Konferenz eine intensive Bürgerbeteiligung ermöglicht habe.

Die Grünen gehen noch einen Schritt weiter: Sie regen ein langfristig angelegtes Gremium aus Wissenschaftlern, Anrainern und See-Nutzern an, das die Sanierung und Umgestaltung begleiten soll. Dadurch sei eine hohe Identifikation der Bevölkerung mit den zu beschließenden Maßnahmen zu erreichen.

Nach den Vorstellungen der Grünen soll der Banter See ein naturnahes Freizeitgewässer werden. Eine Wohnbebauung, wie für das Gelände der ehemaligen Banter Kaserne geplant, lehnen sie ab. Als Ausnahme würde sie Kurzzeit-Wohnquartiere „für Menschen mit kleinem Geldbeutel“, wie etwa eine Jugendherberge, akzeptieren.

Die Entwicklung des Naherholungskonzepts werde die Stadt viel Geld kosten, stellte von den Berg fest. Zur Refinanzierung könnten Töpfe angezapft werden, die für Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Umwelt zur Verfügung stehen. Wichtig, so Janßen: „Wir müssen jetzt an das Thema ran!“

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