Salzburg Künstlerisch kann sich die Bilanz dieser Festspielsaison bereits sehen lassen. Die beiden einzigen Opernpremieren, „Elektra“ von Richard Strauss und „Così fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, wurden sparsam, aber wirkungsvoll inszeniert und ebenso bravourös musiziert wie gesungen. Besonderen Eindruck machte Joana Mallwitz. Die Generalmusikdirektorin der Nürnberger Oper ist die erste Frau, die einen großen Premierenzyklus bei den Salzburger Festspielen dirigierte.

Die mit Spannung erwartete Uraufführung des neuen Stücks „Zdenek Adamec“ von Literaturnobelpreisträger Peter Handke machte weniger Wirbel als erwartet, was an dem etwas spröden Text über den jungen Tschechen gelegen haben könnte, der sich 2003 auf dem Prager Wenzelsplatz aus „Protest gegen den Kapitalismus“ selbst verbrannt hatte.

Auch Milo Raus „Everywoman“, ein Gegenentwurf zu „Jedermann“, in dem eine (reale) krebskranke Frau von ihren Leiden und dem nahen Ende erzählt, taugte nicht zum Skandal – wenn man vom „Skandal der eigenen Endlichkeit“ einmal absieht.

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