Salzburg Das Theaterdebüt der griechischen Filmregisseurin und Videokünstlerin Athina Rachel Tsangari ist am Donnerstagabend bei den Salzburger Festspielen gründlich durchgefallen. Für ihre Inszenierung von Frank Wedekinds „Lulu“ erntete sie einen mittleren Buh-Orkan. Etliche Zuschauer hatten die zweistündige Aufführung in der alten Salzsiederhalle auf der Pernerinsel in Hallein schon vor deren Ende verlassen.

Auch für das zum Teil prominent besetzte Schauspielerteam, darunter Anna Drexler, Fritzi Haberlandt und Benny Claessens, gab es nur matten Applaus. Die Premiere von Wedekinds Theaterklassiker aus der Zeit der Jahrhundertwende war die letzte Schauspiel-Neuinszenierung der diesjährigen Festspiele.

Tsangaris wichtigster Regieeinfall, die Figur der legendären „femme fatale“ Lulu von drei, oft unisono sprechenden Schauspielerinnen spielen zu lassen, überzeugte nur anfangs und lief schnell ins Leere. Zum Teil beeindruckende Bilder bot die von Florian Lösche gestaltete Riesenbühne der Pernerinsel mit einem Dutzend von der Decke herabhängenden, großformatigen Ballons, auf die Videos von Frauengestalten oder Augäpfeln projiziert wurden.

Am Ende des Spektakels gab es nur matten Applaus für die Akteure, darunter Großtalente wie die junge Anna Drexler oder der schrille Benny Claessens. Dann schien es, als müsse das Regieteam mehr oder weniger gewaltsam auf die Bühne gezerrt werden. Dort wurden Tsangari und ihr Team mit heftigen Buhs und Pfiffen empfangen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.