Venedig Für Regisseur Ulrich Seidl (61) steckt in jedem Menschen etwas Düsteres. „Wir haben alle unsere Abgründe“, sagte der Österreicher am Freitag in einem Interview anlässlich der Premiere seiner Dokumentation „Im Keller“ beim Filmfest Venedig. „Wir sind nicht vor Machtfantasien gefeit, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, sexuellen Abgründen. All das steckt auch in jedem von uns.“

In der Doku „Im Keller“ zeigt Seidl Österreicher und deren Keller – von dem Modelleisenbahn-Fan über einen schießwütigen Opernsänger bis zu einem Sammler von Nazi-Devotionalien sind verschiedenste Protagonisten dabei.

„Wenn man ,Keller‘ hört, denkt man natürlich sofort an die Verbrechen, die stattgefunden haben und wahrscheinlich überall auf dieser Welt immer wieder stattfinden und stattfinden werden“, sagte Seidl („Paradies“-Trilogie). Der Film zeige einen Bruchteil der Wirklichkeit. „Ich glaube, man erahnt, dass es noch vieles gibt, was noch schlimmer ist. Die Wirklichkeit ist immer ärger, als der Film sie zeigt.“

„Im Keller“ läuft beim Filmfest außer Konkurrenz. Der Film soll im Dezember in die deutschen Kinos kommen.

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