OLDENBURG Die Musik von Arnold Schönberg werde man schon bald auf den Straßen pfeifen. Vom Jazz hingegen bliebe nach kurzer Blüte nichts übrig. Auch der Philosoph und Musiktheoretiker Theodor Adorno hat gelegentlich geirrt. Jazz ist sehr lebendig. Wie stark, das zeigt die Jazzmusiker-Initiative Oldenburg (JMO) bei ihrem 9. Festival „Jazz en bloc.”

Gruppierungen vom Duo bis zur Bigband-Formation kommen vom 4. bis zum 9. Oktober zusammen. Das besondere des Oldenburger Treffens im Wilhelm 13, dem Kulturzentrum PFL und in der Peterkirche besteht im Zusammenspiel lokaler Größen mit international renommierten Gästen. Michel Godard, Professor an der Pariser Musikakademie für Tuba und den in Schlangenform gewundenen Serpent, zählt zu den Stars und liebt witzig-schräge Ideen. Philip Catherine aus Belgien ist eine große Nummer unter den europäischen Jazzgitarristen; er hat mit „Legenden” wie Dexter Gordon oder Charlie Mariano gespielt.

Aus elf Ländern

Auch die Oldenburger Szene genießt Ansehen. Florian Poser, der JMO-Vorsitzende, ist mit seiner in New York ansässigen „Brazilian Experience” durch acht Tourneen und zahlreiche CD-Aufnahmen weltbekannt. Im PFL tritt seine fünfköpfige Band am 6. Oktober an. Trompeter Bernhard Mergner pendelt in seiner Lehrtätigkeit zwischen Uni Oldenburg und Liszt-Hochschule Weimar. Er gastiert am 7. Oktober im PFL mit der innovativen Weimar Jazz Group.

Oldenburger fallen durch starkes Eigenprofil auf, sei es durch Thomas Brendgens-Mönkemeyer, Hannes Clauss, die Sängerin Maria de Fatima oder das Trio Jazz N Spirit, das Musik der Renaissance und des Barock aufbereitet. Der Pianist Joe Dinkelbach versichert sich am 5. Oktober der Dienste der „Dutch Tenors”. Dahinter verbergen sich die Tenorsaxofonisten Will Jasper und Sjourd Dijkhuizen. Unter den Gästen aus elf Ländern genießen traditionell die Holländer einen guten Ruf.

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Nordwest-Bigband

„Wir gelten in unserer internationalen Vernetzung als vorbildlich”, bekundet Mit-Organisator Peter Löffler. Damit das Zukunft hat, bezieht man den Nachwuchs ein. Am 8. Oktober legt sich dafür die Nordwest-Bigband im Wilhelm 13 ins Zeug: „Das große Tuten und Blasen Wiki” ist angesagt. In einer Stunde „erfahren Kinder alles, was sie über Bigbands wissen sollten”. Das könnte sich leichter nachpfeifen lassen als Schönberg.

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