Oldenburg Vor fünf Jahren war sie noch ein Experiment, nun ist sie zur Institution geworden: Die „World Press Photo“ feiert 2020 ein „kleines Jubiläum“ in Oldenburg – bei der fünften Schau werden im Schloss wieder wunderschöne, aber auch sehr hässliche Aufnahmen zu sehen sein.

World Press Photo: Der Wettbewerb

Gezeigt werden die rund 150 preisgekrönten Aufnahmen des weltweit größten und wichtigsten Wettbewerbs für Pressefotografie.

Im 62. Jahr hatten etwa 4.700 Fotoreporterinnen und Fotoreporter aus 129 Ländern fast 79.000 Bilder eingereicht.

Ausgestellt werden vom 15. Februar bis 8. März die aktuellen Siegerfotos. „Der Jahrgang der besten aktuellen Pressefotos ist sehr politisch, sagt Claus Spitzer-Ewersmann, Initiator der Ausstellung und Geschäftsführer der Agentur Mediavanti: „Es gibt weniger Aufnahmen expliziter Gewalt, auch weniger Kriegsszenen. Es werden eher die Folgen vom Krieg gezeigt.“

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Aufnahmen von Pumas in den Anden oder ein schwer verletzter Flamingo – ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Naturfotografie.

Unsere Übersicht zeigt eine Auswahl der preisgekrönten Bilder – und erzählt ihre Geschichte:

Weltpressefoto des Jahres: John Moore, Getty Images (USA)

Sommer 2018: Ein Treck mittelamerikanischer Flüchtlinge strebt Richtung USA – in der Hoffnung auf ein besseres Leben als in Guatemala, Nicaragua oder Honduras. Aber US-Präsident Trump macht die Grenze zu Mexiko dicht. Wer sie überquert, wird festgenommen. Kinder werden von ihren Eltern getrennt. John Moore ist mit der Kamera dabei, als Sandra Sanchez von Grenzern aufgegriffen wird. Die Beamten durchsuchen die junge Mutter aus Honduras, Tochter Yanela darf nicht auf ihrem Arm bleiben. Die Zweijährige beginnt bitterlich zu weinen. Moore kniet sich hin, fotografiert aus der Perspektive des Mädchens. Er habe sofort die Angst in ihrer Stimme gehört, sagt er später. Kurz danach freut sich die Kleine – sie darf zurück auf Mamas Arm.

Der Fotograf John Moore wird am Samstag, 15. Februar um 10 Uhr die Ausstellung offiziell eröffnen.

Kategorie News, 1. Platz Einzelfoto: Chris McGrath, Getty Images (Australien)

Ein unbekannter Mann versucht, die Presse zurückzuhalten, als Ermittler im saudiarabischen Konsulat in Istanbul, Türkei, ankommen. Sie sollen herausfinden, was mit dem verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi passiert ist. Der Kritiker des saudischen Regimes war – wie heute bekannt ist – im Konsulat getötet worden. Die türkischen Behörden und die CIA gaben an, Geheimdienstmitarbeiter hätten ihn dort ermordet.

Kategorie Umwelt, 1. Platz Einzelfoto: Brent Stirton, Getty Images (Südafrika)

Petronella Chigumbura ist Mitglied einer rein weiblichen Anti-Wilderei-Einheit namens Akashinga in Simbabwe. Die Ranger gehören zur gemeinnützigen International Anti Poaching Foundation, die ein 300 Quadratkilometer großes Ökosystem des Sambesitals bewacht, das einst bei Trophäenjägern sehr beliebt war. In dieser Region wurden in den vergangenen Jahrzehnten Tausende Elefanten illegal getötet.

Weltfotostory des Jahres: Pieter Ten Hoppen, Agence Vu Civilian Act (Niederlande)

Erstmals wurde ein Preis für die „Weltfotostory des Jahres“ verliehen. Die Auszeichnung ging an den in Stockholm lebenden niederländischen Fotografen und Filmemacher Pieter Ten Hoopen für seine Geschichte „The Migrant Caravan“. Ten Hoopen dokumentiert darin den Treck aus rund 7.000 Menschen aus Mittelamerika, die im Oktober 2018 in Richtung US-Grenze aufgebrochen waren. In dieser „Karawane“ fanden sich viele zusammen, die in ihrer Heimat politischer Unterdrückung und Gewalt ausgesetzt waren oder auf bessere Lebensbedingungen in den USA hofften.

Kategorie Umwelt, 1. Platz Stories: Marco Gulazzini, Contrato (Italien)

Im Tschad ist eine humanitäre Krise im Gange, die durch eine Kombination aus politischen Konflikten und Umweltfaktoren verursacht wird. Der Tschadsee – einst einer der größten Seen Afrikas und eine Lebensader für 40 Millionen Menschen – ist einer massiven Wüstenbildung ausgesetzt. Infolge ungeplanter Bewässerung, ausgedehnter Dürreperioden und Entwaldung ist die Größe des Sees in den letzten 60 Jahren um 90 Prozent gesunken. Traditionelle Lebensgrundlagen wie die Fischerei sind zurückgegangen, Wassermangel führt zu Konflikten zwischen Landwirten und Viehzüchtern.

Kategorie Aktuelles Zeitgeschehen, 1. Platz Stories: Olivia Harris (Irland)

Ein Mann betet mit einem Priester nach der Beichte auf dem Gipfel des heiligen Berges Croagh Patrick in der irischen Grafschaft Mayo. Olivia Harris zeigt den Kampf irischer Frauen, der am Ende zur Aufhebung eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt führte. Vor dem Referendum reisten schätzungsweise 3.000 Frauen jährlich zu Abtreibungen nach Großbritannien.

Kategorie Natur, 2. Platz Einzelfoto & Stories: Jasper Doest (Niederlande)

Eine herzzerreißende Geschichte um einen Flamingo bringt Fotograf Jasper Doest gleich zwei Auszeichnungen ein. Der Niederländer besucht seine Cousine Odette, eine Tierärztin, auf der Karibikinsel Curacao. Sie braucht neue Bilder für ihr Wartezimmer. Plötzlich scheppert es am Hotelfenster, ein Flamingo ist dagegen geflogen. Odette, die eine Station für beeinträchtigte Tiere betreibt, nimmt ihn auf. Doch weil die Verletzungen nicht vollends ausheilen wollten, wird der flugunfähige Vogel nicht wieder ausgewildert. Man gibt ihm den Namen Bob, nimmt ihn in die Familie auf und macht ihn zum Botschafter des Tierschutzverbandes der Insel, des Fundashon Dier en Onderwijs Cariben (FDOC).

Kategorie Natur, 3. Platz Stories: Ingo Arndt, National Geographic (Deutschland)

In Patagonien folgt ein männlicher Puma der Fährte eines läufigen Weibchens. Pumas kommen vom kanadischen Yukon bis in die südlichen Anden vor, dem größten Verbreitungsgebiet aller großen Wildsäugetiere der westlichen Hemisphäre. Sie können in einer Vielzahl von Lebensräumen überleben, von Wüsten und Prärien bis zu Wäldern und schneebedeckten Bergen, sind aber im Allgemeinen schüchtern und für den Menschen schwer zu fassen.

Kategorie Porträts, 1. Platz Stories: Bénédicte Kurzen (Frankreich) & Sanne de Wilde (Belgien)

Nigeria hat eines der weltweit höchsten Aufkommen an Zwillingen. Die im Südwesten des Landes gelegene Stadt Igbo-Ora gilt als „Heimat der Zwillinge“. 2018 fand dort erstmals ein Festival statt, an dem mehr als 2.000 Paare teilnahmen. In früheren Zeiten galten Zwillinge in einigen Regionen als böse und wurden bei der Geburt verunglimpft oder sogar getötet. Heutzutage wird die Ankunft von Zwillingen in Nigeria im Allgemeinen gefeiert. Viele glauben, dass sie Glück und Wohlstand bringen.

Kategorie Sport, 2. Platz Einzelfoto: David Gray, Reuters (Australien)

Die Australian Open in Melbourne sind das erste wichtige Tennisturnier des Jahres. Sportfotograf David Gray lichtete die spätere Turniersiegerin Naomi Osaka aus Japan während ihres Spiels gegen die Rumänin Simona Halep ab und erwischte dabei einen ganz besonderen Moment.

Sonderausstellung: „Everyday Africa“

Neu ist dieses Jahr die Sonderschau „Everyday Africa“. Vom afrikanischen Kontinent gibt es bei der World Press Photo in der Regel nur wenig Einsendungen. Bei „Everyday Africa“ laden Fotografen ihre Bilder im Internet hoch und dokumentieren so das Alltagsleben in Afrika. „Wir sind sehr stolz, als erster Standort in Europa eine Auswahl im Rahmen einer Ausstellung zeigen zu dürfen“, sagt Spitzer-Ewersmann. Das Projekt wurde 2012 von mehreren Bildjournalisten initiiert, darunter der Amerikaner Peter DiCampo.

Es geht um den Alltag, um Normalität. Die Mitglieder der Initiative, porträtieren das Leben auf dem Kontinent. Sie zeigen Szenen, wie wir sie sonst selten zu sehen bekommen: Menschen während der Arbeit, beim Einkauf oder Sport. Und eben nicht nur Armut, Krankheit, Krieg.

Das vollständige Programm:

Samstag, 15. Februar um 10 Uhr im Schloss: Offizielle Eröffnung der Ausstellung mit Siegerbild-Fotograf John Moore. Er wird den ersten Besuchern ausführlich Rede und Antwort zu seiner Arbeit stehen.

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Sonntag, 16. Februar um 11 Uhr in der Buchhandlung Isensee: Sonntagsmatinee mit Shirin Abedi: „May I havethis Dance?“

Beschreibung: Im Iran ist Ausdruckstanz seit der islamischen Revolution verboten. Dennoch hat sich in der Hauptstadt Teheran schon vor Jahrten eine Szene gebildet, die trotz aller Restriktionen ihrer Profession nachgeht. Shirin Abedi hat sie unter die Lupe genommen und berichtet aus einem zerrissenen Land. Für Besucher der Matinee gibt es Kaffee und Croissant.

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Montag, 17. Februar um 20.15 Uhr im Cine k: „Schönheit und Vergänglichkeit“ (Film)

Beschreibung: Die Regisseurin Annekatrin Hendel porträtiert den Fotografen und Technoclub-Türsteher Sven Marquardt, seine Freunde und seine Jugend in der Ostberliner Punk-Szene. Zutage treten dabei ein fast vergessenes Ostberlin und seine überraschend vibrierende Subkultur.

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Mittwoch, 19. Februar um 16.30 Uhr im Schloss: „Pressefotografie und Inszenierung“ (Spezialführung mit Dirk Meyer)

Beschreibung: Dirk Meyer gehört seit Jahren zum Team der Oldenburger Museumspädagogen. Der Kunstvermittler erläutert anhand ausgewählter Exponate der Ausstellung, mit welchen Mitteln Pressefotografen Bilder inszenieren.

Mittwoch, 19. Februar um 19.0 Uhr im Veranstaltungsraum der OLB: „Idyll oder Schock – Wie politisch sind Naturfotos?“

Beschreibung: Ist unbefangene Naturfotografie in den Zeiten der Klimawandels und ausufernder Wilderei noch möglich oder gar statthaft? Darf sie, muss sie heute politisch sein? Oder soll sie sich weiter auf niedliche Robbenbabys und bunte Schmetterlinge beschränken?

Unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Lisowski (Hochschule Bremen) diskutieren Britta Jaschinski (European Wildlife Photographer of the Year 2017), Naturfotograf Willi Rolfes, Milena Hellberg (Fridays for Future, Oldenburg) und Pastor Ralph Hennings (St. Lamberti Oldenburg).

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Donnerstag, 20. Februar um 19.30 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch: „Photographers against Wildlife Crime“ – Vortrag von Britta Jaschinski

Beschreibung: Die aus Bremen stammende, seit 30 Jahren in London lebende Britta Jaschinski wurde 2017 als „European Wildlife Photographer of the Year“ ausgezeichnet. Als Mitbegründerin der internationalen Gruppe „Photographers Against Wildlife Crime“ setzt sie sich mit ihren Fotoarbeiten dafür ein, dem skrupellosen Töten bedrohter Tierarten und illegalen Wildtierhandel ein Ende zu bereiten.

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Freitag, 21. Februar um 16 Uhr in der Werkschule: Workshop Naturfotografie mit Willi Rolfes

Beschreibung: Alte, charaktervolle Bäume als Abbild, Sinnbild und Bildthema stehen im Fokus dieses Workshops für geübte Fotografinnen und Fotografen. Das Hauptaugenmerk gilt der Landschaftsfotografie, mit Weitwinkel, leichtem Tele- und Makroobjektiv.

Samstag, 22. Februar um 11 Uhr im Schloss: Einführung in die Sonderschau „Everyday Africa“ (Vortrag)

Sonntag, 23. Februar um 11 Uhr in der Buchhandlung Isensee: Sonntagsmatinee mit Marcus Wiechmann: „Sea Watch. Eindrücke einer Mission.“

Beschreibung: Die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer hält an. Beinahe täglich ertrinken Menschen auf der Überfahrt von Afrika nach Europa. Der aus Oldenburg stammende und in Bremen lebende Fotograf Marcus Wiechmann hat ein Schiff der NGO „Sea Watch“ auf einer Rettungsmission begleitet und dabei mit sensiblem Blick menschliche Schicksale dokumentiert.

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Montag, 24. Februar um 17.45 Uhr im Cine k: „Das Salz der Erde“ (Film)

Beschreibung: Wim Wenders‘ gefeierte Hommage an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado setzt dem Künstler und Menschen ein hinreißendes Denkmal.

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Dienstag, 25. Februar um 19 Uhr im EWE-Forum „Alte Fleiwa“: „Behind Arctic Science“ – Vortrag von Esther Horvath

Beschreibung: Esther Horvath ist Fotografin beim Alfred Wegener Institut in Bremerhaven und war mit der Expedition MOSAiC in der Arktis unterwegs. Dort dokumentiert sie die Arbeit der Wissenschaftler an Bord der MS Polarstern. In ihrem Vortrag wird die gebürtige Ungarin, die u.a. das renommierte „International Center of Photography School“ in New York besuchte, eine Vielzahl von Fotos aus der einzigartigen, durch die Folgen des Klimawandels gefährdeten Region zeigen.

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Donnerstag, 27. Februar um 19 Uhr in der Stube: „Street Photography – Poesie des Zufalls“ – Vortrag von Marco Larousse

Beschreibung: Der Fotojournalist Marco Larousse ist einer der bekanntesten Straßen- und Dokumentarfotografen Deutschlands. Seit über 20 Jahren ist der gebürtige Hamburger auf den Straßen der Welt unterwegs. Außergewöhnliches im gewöhnlichen Alltag zu sehen, das ist für ihn jeden Tag eine neue Herausforderung.

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Freitag, 28. Februar um 16 Uhr in der Werkschule: Workshop Street Photography mit Dirk Marwede

Beschreibung: Der Workshop beantwortet Fragen wie: Welche Arten der Straßenfotografie gibt es? Was macht das Fotografieren im öffentlichen Raum aus? Wie erkenne und antizipiere ich Straßenszenen? Daneben werden technische Hilfen, rechtliche Aspekte, Konfliktmanagement sowie das Editieren und Veröffentlichen von Bildern oder Bildserien thematisiert. Ein Photowalk mit Besprechung der Bilder hilft, Erlerntes umzusetzen. Info und Anmeldung über die Werkschule.

Samstag, 29. Februar um 19 Uhr in der Exerzierhalle: BilderBühne – Das Fotoduell von Oldenburger Profi-Fotografen

Beschreibung: Wer gewinnt den Wettstreit der Fotografen und nimmt den Pokal mit nach Hause? 16 Profis, 64 Fotos und ein Pokal – das sind die wichtigsten Zutaten zur BilderBühne, dem Fotoduell. Das Publikum entscheidet, wer in die nächste Runde einzieht. Und wer das Finale gewinnt, darf sich nicht nur „1. Oldenburger Foto-Champion“ nennen, sondern auch den Siegespokal mit nach Hause nehmen.

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Sonntag, 1. März um 11 Uhr in der Buchhandlung Isensee: Sonntagsmatinee mit Lena Wöhler: „Müllparadies Thilafushi“

Beschreibung: Über eine Million Touristen besucht jährlich die Malediven. Jeder Reisende produziert am Tag etwa 3,5 kg Müll. Für die Hauptinsel Male hat die Regierung die Thilafushi-Lagune zur Müllinsel umfunktioniert. Da die Insel nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt, könnte dessen Anstieg dafür sorgen, dass der gigantische Müllberg in den Ozean geschwemmt wird. Mit ihrer engagierten Reportage möchte die Fotojournalistin Lena Wöhler auf diese Umweltkatastrophe aufmerksam machen.

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Montag, 2. März um 20.15 Uhr im Cine k: „Where the Light shines“ (Film)

Beschreibung: Bildstarke Dokumentation über zwei Afghanen, die als erste Skifahrer ihres Landes zu den Olympischen Winterspielen wollen. Ein Film voller Hoffnung und Lebensfreude – gerade, weil die Ausgangssituation zunächst so absurd erscheint und die zwei Sportler sich gegen großes Unverständnis in ihrer von Traditionen geprägten Heimat durchsetzen müssen.

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Dienstag, 3. März um 16.30 Uhr im Schloss: „Pressefotografie und Inszenierung“ (Spezialführung mit Dirk Meyer)

Beschreibung: Dirk Meyer gehört seit Jahren zum Team der Oldenburger Museumspädagogen. Der Kunstvermittler erläutert anhand ausgewählter Exponate der Ausstellung, mit welchen Mitteln Pressefotografen Bilder inszenieren.

Dienstag, 3. März um 19 Uhr in der Aula des Alten Gymnasiums: „Großer Sport“ – Vortrag von Jan Helge Petri

Beschreibung: Jan Helge Petri ist Sportfotograf mit Leib und Seele. Die ganz großen Emotionen – der Sport bietet sie und Petri fängt sie ein. Dabei geht es ihm meist weniger um den Moment, wenn der Ball im Tor einschlägt. Der in Osnabrück Geborene schaut genauer hin, riskiert den zweiten Blick, sucht den besonderen Moment. Für seine Arbeit „Hoffen auf den Lucky Punch“, in der er einen ghanaischen Boxer porträtierte, wurde er beim Wettbewerb um das „Sportfoto des Jahres 2018“ in der Kategorie Reportage als Sieger ausgezeichnet.

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Mittwoch, 4. März um 19 Uhr im Edith-Russ-Haus für Medienkunst: Foto-Talk: „Wie weiter mit dem Haus der Fotografie“?

Beschreibung: Im letzten Jahr wurde die Frage „Warum braucht Oldenburg ein Haus der Fotografie?“ Inzwischen hat sich ein Verein gegründet, der sich weiter um das Thema kümmert. In dieser Infoveranstaltung berichtet er über seine Ideen und Ziele berichten.

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Donnerstag, 5. März um 19 Uhr im Polyester: 4. Oldenburger FotoSlam

Beschreibung: Fotografieren (Motto: „Moment mal!“), Aufnahme einsenden, Glück haben und dann das Bild mit Kreativität und Bezug zum Motto dem Publikum im Polyester vorstellen – so funktioniert der FotoSlam. Dabei ist alles erlaubt – vom klassischen Slammen über Rappen bis zum Dancen. Hauptsache, die Performance der Finalisten überzeugt.

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Freitag, 6. März um 16 Uhr in der Werkschule: Workshop „Digital Storytelling“ mit Amon Thein & Johann Damm

Beschreibung: Film, Foto und Text liefern die Basis für digitales Erzählen von Geschichten, die für mehr Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit in der Kommunikation sorgen. Amon Thein und Johann Damm klären die drängendsten Fragen dazu, zeigen Best-Cases und sammeln Argumente dafür, auszuprobieren, Fehler zu machen und die Nutzerbrille aufzusetzen.

Samstag, 7. März von 18 bis 22 Uhr im Schloss: Late Night Opening der Ausstellung

Beschreibung: Wer es bisher nicht in die Ausstellung geschafft hat, bekommt einen Tag vor dem Finale die Gelegenheit, den Besuch nachzuholen. Die Bilderschau hat beim Late Night Opening bis 22 Uhr geöffnet.

Sonntag, 8. März um 11 Uhr in der Buchhandlung Isensee: Sonntagsmatinee mit Lukas Kreibig: „Heart of a Seal. Das Grönland-Projekt.“

Beschreibung: Seit Generationen sind die Inuit auf Grönland auf ihre natürliche Umgebung angewiesen, um zu überleben. In seinem Langzeitprojekt „Heart of a Seal“ zeigt der Hamburger Fotograf Lukas Kreibig am Beispiel der Bewohner des abgelegenen Fischerdorfes Uummannaq, wie sich ihre Kultur verändert hat und wie sie versuchen, jahrhundertealte Traditionen zu bewahren.

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Sonderschau: Erveryday Africa

15. Februar bis 8. März, geöffnet parallel zur World-Press-PhotoAusstellung im Schloss

Beschreibung: In einer Sonderschau zeigen wir eine Auswahl von Fotografien aus dem 2012 gegründeten Projekt „Everyday Africa“. Zu sehen ist das „normale“ Leben, der Alltag in Afrika – jenseits aller Konflikte und Katastrophen. Diese Fotos sind dazu geeignet, das Bild von Afrika, das vor allem in Europa und Nordamerika vorherrscht, nachhaltig zu ändern. Sie führen uns in vielfach unbekannte, fremde und doch vollkommen normale Welten – und sind gerade deshalb mehr als einen Blick wert. Eine kostenlose thematische Einführung gibt es am Samstag, dem 23. Februar, um 11 Uhr.

Hier geht’s zur Homepage: „World Press Photo“ in Oldenburg

Inga Wolter stv. Ltg. / Online-Redaktion
Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion

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