Oldenburg Mit einer festlichen und äußerst niveauvollen Gala beendeten neun Gesangssolisten gemeinsam mit dem Opernchor und dem Staatsorchester jetzt mit einer Doppelaufführung von „Vorhang zu“ am Sonntag im Großen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters eine erfolgreiche Spielzeit. Arien und Duette aus Oper, Operette und Musical bildeten ein farbenfrohes Programm durch verschiedene musikalische Stilepochen.

Die finnische Sängerin Erica Back, seit Januar 2019 festes Ensemblemitglied, glänzte im ältesten Werk der Gala, der Arie „Sta nell’ircana“ aus Georg Friedrich Händels Oper „Alcina“ mit geschmeidig gesungenen Koloraturen. Melanie Lang gestaltete mit Witz und Humor gemeinsam mit dem Opernchor Leonard Bernsteins „I am easily assimilated“.

Dazu erklang das Staatsorchester mit aparten Klangfarben und brachte etwas Broadway-Atmosphäre nach Oldenburg. Beim „Danza final“ von Manuel de Falla gefiel das Orchester besonders mit seinen feurig dargebotenen Rhythmen. Die umsichtige musikalische Leitung der insgesamt 17 Beiträge teilten sich die Dirigenten Vito Cristofaro und Felix Pätzold.

Zwei Solisten wurden verabschiedet: Der Tenor Timo Schabel wechselt an die Staatsoperette nach Dresden. Bei „Il mio tesoro“ aus Mozarts „Don Giovanni“ konnte noch einmal seine geschmeidige Stimmführung und die vorzügliche Aussprache bewundert werden. Bassist Tomasz Wija geht ans traditionsreiche Staatstheater ins bayerische Meinigen. Er zeigte seine vielseitigen stimmlichen Facetten noch einmal eindrücklich in „Scintille, diamant“ aus Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ und in Cole Porters populärem „Night and Day“.

Sopranistin Sooyeon Lee, die im vergangenen Jahr mit dem Erna-Schlüter-Preis bedacht wurde und gerade als Finalistin beim diesjährigen internationalen Gesangswettbewerb in Cardiff gefeiert wurde, beeindruckte mit ihrem fantastischen Belcanto. Mit einer überragenden sängerischen Ausstrahlung gestaltete sie Charles Gounods „Je veux vivre“ und die erste Arie aus ihrer Paraderolle der „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti. Sie wird zum Glück in der neuen Spielzeit mit dieser Partie wieder zu hören sein.

„O sole mio“ schallte es von der Bühne und durch den Opernchor zusätzlich von den Rängen bei der zweiten Zugabe. Rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Oldenburgischen Staatstheaters haben sich jetzt erst mal einen erholsamen und hoffentlich auch sonnenreichen Sommerurlaub verdient. Also zunächst einmal „Vorhang zu“ für die kommenden Wochen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.