Oldenburg „Es gab mal eine Band, die nannte sich ,Freibier’. Die hatten immer ein volles Haus“, heißt es in Roddy Doyles erstem Roman „The Commitments“ von 1987. Gezieltes Marketing kann also der Einstieg in eine Erfolgs- geschichte sein – so wie es auch der Titel „Superbusen“ andeutet, den Paula Irmschler 2020 für ihren Debütroman ausgewählt hat. Hier (Dublin) wie dort (Chemnitz) geht es um Aufstieg und Fall einer Gruppe junger Musiker, die sich gerade im strapazierenden Lebensprozess „Coming-of-age“ befindet und dafür ein Ventil sucht.

Beides ist Popliteratur, wobei die 1989 in Dresden geborene Autorin das Lebenswerk des irischen Figurenentwicklers noch absolvieren muss. Herrliche Ironie ist indes beiden gegeben, Auflehnung gegen Spießer und Extremisten die Attitüde und das Betrinken mehr als der Selbstzweck. Hierin sind die Northsider vom Fluss Liffey nicht so weit weg von den Ostdeutschen am Erzgebirgsrand.

Es lohnt, Paula Irmschler in Ruhe zuzuhören, was an diesem Samstag ab 20 Uhr in der Oldenburger Kulturetage möglich ist. Für maximale Hygiene und Abstand in der Halle ist gesorgt. Karten werden am besten online reserviert. Danach darf man sich auf Autorin Zsuzsa Bánk freuen, die am 26. Oktober liest.


     www.kulturetage.de 
Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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