Oldenburg /Köln Mehr Buch geht im Prinzip gar nicht. Der in Oldenburg lebende Schriftsteller Klaus Modick (68) ist in den kommenden Monaten auf dem Buchmarkt so präsent wie kein zweiter deutschsprachiger Autor.

Gleich drei Bücher aus seiner Feder erscheinen allein am 22. August im renommierten Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch als Taschenbuch. Darunter ist der zuletzt verfasste Bestseller „Keyserlings Geheimnis“ über ein herausragendes Ereignis im Leben des impressionistischen Schriftstellers Eduard von Keyserling (1855–1918).

Hinzu kommen zwei Taschenbuchausgaben von älteren Modick-Romanen: „Ins Blaue“ und „September Song“. Eine mit feiner Ironie gewürzte Urlaubsgeschichte bietet „Ins Blaue“, in „September Song“ erweist sich Modick ein weiteres Mal als feinfühliger Erzähler, der tiefe Erschütterungen und etliche Kompliziertheiten im eingespielten Kosmos einer Familie erspürt.

Ein Modick-Renner der vergangenen Jahre war gewiss „Konzert ohne Dichter“. Der Autor konnte sich nach dem Erscheinen im Jahr 2015 vor Lesungen aus dem Bestseller kaum retten. Nun kommt eine schmucke Geschenkausgabe des Romans über die Worpsweder Maler im Allgemeinen und die Beziehung zwischen dem Künstler Heinrich Vogeler und dem Dichter Rainer Maria Rilke im Besonderen am 12. September in unsere Buchhandlungen.

Im Herbst – voraussichtlich im September oder Oktober – bringt der Oldenburger Isensee-Verlag dann noch einen Band mit Oldenburger Geschichten auf den Markt. Es ist die erweiterte Neuausgabe von Modicks Oldenburgensien, früher unter dem Titel „Hier“, jetzt unter dem geradezu genialen Titel „Moin“ angekündigt. Der Buchumschlag und der Preis stehen noch nicht fest, der Umfang, so Isensee, beträgt 150 Seiten.

Ein Lesungstermin zu dem neuen alten Buch existiert auch schon: am 4. November um 20 Uhr liest der Schriftsteller, der sich als „eingeborenen Oldenburger“ sieht, im Theater Laboratorium. Modicks Geschichten und Glossen drehen sich um Merkwürdigkeiten der Oldenburger Realität und Mentalität. Es sind ironische, satirische Beobachtungen eines überzeugten Oldenburgers, der sich ein kritisches Verhältnis zu „seiner“ Stadt bewahrt hat. Schließlich wurde Modick 1951 in Oldenburg geboren, wo er heute wieder lebt.

Und Anfang 2020 kommt dann etwas ganz Neues von Modick heraus. Bei Kiepenheuer & Witsch in der Reihe „Musikbibliothek“ erscheint ein Büchlein zu dem kanadischen Musiker, Dichter und Maler Leonard Cohen (1934–2016).

Eine Herzenssache, sagt Modick. Man darf gespannt sein.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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