Berlin /Oldenburg Das Oldenburgische Staatstheater ist – wie von Generalintendant Markus Müller erwartet – leer ausgegangen bei der Vergabe des „Faust“-Theaterpreises am Sonnabend im Berliner Schiller-Theater. Nominiert war das Theater mit dem Tanzabend „Plafona“ von Sharon Eyal und Gai Behar aus Israel in der Sparte Choreografie.

Wichtiger als der Preis sei die Nominierung, zeigte sich Müller nicht enttäuscht. Die Nominierung sei die eigentliche Auszeichnung. Darüber habe man sich gefreut.

Gleich zwei Trophäen gingen an das Thalia Theater Hamburg: Luk Perceval wurde für seine Bühnenadaption von Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“ als bester Theaterregisseur ausgezeichnet. Annette Kurz erhielt für ihr Bühnenbild zu dem Stück einen „Faust“.

Zwei Preise gingen an die Oper Frankfurt. Der Bariton Christian Gerhaher nahm die Ehrung für seine Rolle des Pelléas in Claus Guths Inszenierung von „Pelléas et Mélisande“ entgegen. Guth selbst erhielt den „Faust“ als bester Musiktheater-Regisseur. Constanze Becker wurde für die Titelrolle in der „Medea“-Inszenierung am Schauspiel Frankfurt ausgezeichnet.

Für ihr Lebenswerk erhielt die Berliner Schauspielerin Inge Keller den „Faust“. Zur besten Tänzerin wurde Anna Süheyla Harms für den Ballettabend „Future 6“ (Gauthier Dance/Theaterhaus Stuttgart) gekürt. In der Kategorie Choreografie siegte Bridget Breiner mit „Ruß“ (Ballett im Revier Gelsenkirchen). Als beste Kindertheaterregisseurin bekam Mina Salehpour für „Über Jungs“ (Grips Theater Berlin) den Theaterpreis.

Der „Faust“ ist ein undotierter Theaterpreis, der vom Deutschen Bühnenverein mit den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Akademie der Darstellenden Künste vergeben wird.

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