Oldenburg Augen auf bei der Berufswahl: Wer das Hobby zum Beruf macht, muss niemals arbeiten. Diese Maxime gilt vor allem für Jobs, die sich durch Leidenschaft und Leidensfähigkeit gleichermaßen auszeichnen.

Das Leben eines Jazz-Musikers wird vermutlich niemals Reichtümer bescheren, hält für die Betroffenen aber hoffentlich viel Applaus und Zuneigung des Publikums bereit. Das viertägige „Kollektiv-Festival – Young Jazz“ im Oldenburger Kulturzentrum Wilhelm 13 bis zum vergangenen Sonntag war solch eine Art Mustermesse der größten Talente des Nordwestens.

Initiator Chris Olesch

Der frisch mit der Bachelor-Note 1,0 an der HfK Bremen ausgezeichnete Vibraphonist Christopher Olesch hatte sich dabei eine Examensfeier der besonderen Art ausgedacht. Der 26-jährige Oldenburger hat Freunde, Kommilitonen und Weggefährten für dieses kleine, feine Festival zusammengetrommelt. Darunter waren einige Instrumentalisten, die ihre musikalische Grundausbildung von klein auf in der Oldenburger Musikschule sowie den weiterführenden Schulen und Hochschulen im Nordwesten erhielten.

Darunter waren Bjarne Sitzmann, Katharina Pfeifer, Felix Henkelhausen, Sebastian Pfeifer und Jente Tabeling, die aus allen Himmelsrichtungen mit ihren neuen Bands ins Wilhelm 13 zurückgekehrt waren.

33 Musiker am Start

Alles in allem 33 junge ­Musikerinnen und Musiker standen während der vier Tage auf der Bühne des Jazzclubs. ­Bemerkenswert war das sehr hohe Niveau der Leistungen – eigentlich kein Wunder, zählen neben anderen die Spitzenkönner Florian Poser, ­Hannes Clauss und Klaus Ignatzek zu musikalischen ­Wegweisern. Angesichts der großen Stilsicherheit und Kreativität hier­zulande muss einem nicht bang werden um den Jazz-Nachwuchs in der ­Region.

Examens-Set gespielt

Die finale Session am ­Sonntagmittag war Chris Olesch vorbehalten, der sein Examens-Set spielte. An seiner Seite waren Sebastian Pfeifer (Klavier), Michael Haupt (Bass), Erik Konertz (Posaune), Bjarne Sitzmann (Gitarre) und Katharina Pfeifer (Tenor­saxophon) sowie Oleschs ­ehemaliger Lehrer Philipp Pumplün. Der Altmeister am Schlagzeug durfte sich mit dem Ensemble und dem Publikum über einen gelungenen und hochwertigen Abschluss des Festivals freuen.

Von der Geberlaune profitierte auch die Ukraine-Hilfe im Oldenburger Land – die ­gemeinsame Hilfsaktion von Diakonie, Caritas und Nordwest-Zeitung für Menschen, die vor dem Krieg in der ­Ukraine geflohen sind und hier im Nordwesten Schutz und Zuflucht gefunden haben. Die Einnahmen des Konzerts am Sonntag ­wurden dieser Aktion ge­spendet.

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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