Oldenburg Der durch Corona bedingten Abstandsregelung im Staatstheater ist es geschuldet, dass ein Konzert, hier das 1. Familienkonzert der Saison, gleich an vier verschiedenen Terminen stattfindet. Beim „interaktiven Konzert für kleine und große Detektive mit Musik aus drei Jahrhunderten“ unter dem Programm-Motto „Der Rätsel-Nussknacker“ war jedoch allen Beteiligten des Oldenburgischen Staatsorchesters die Erleichterung anzumerken, überhaupt wieder vor Publikum agieren zu können. Immerhin liegt das letzte Konzert auch für Kinder acht Monate zurück.

Ein bunter Rate-Strauß mit elf kürzeren Werken oder Werk-Teilen erfreute das dankbare und engagierte Publikum. Natürlich stand der diesjährige Jubilar Ludwig van Beethoven mit mehreren Stücken im Mittelpunkt. Thomas Honickel, der moderierte und dirigierte, hatte zu allen elf gespielten Werken Fragen, Rätsel und Anekdoten mitgebracht. Alt und Jung bemühten sich gleichermaßen um die Auflösungen.

Publikum eingebunden

Bei einem Klavierstückchen ging es darum, den Komponisten zu kennen, den Geburtsort des Komponisten, den Namen der Frau, der das Stück zugeeignet war und diese Namen auf die Anzahl der Buchstaben hin durchzuzählen und zu addieren. Also Beethoven, Bonn und Elise macht 18. Die vierte und abschließende Frage lautete, wie alt denn der Komponist in diesem Jahr geworden wäre und diese Zahl, also 250, auch noch hinzu zu addieren. Das Ergebnis, 268, konnte dann auch im zweiten Anlauf ermittelt werden.

Weitere kind- und jugendgerechte Rätsel, Gedankenspiele und Anregungen betrafen Smetanas „Moldau“, Schuberts „Erlkönig“ in einer schönen Orchesterversion von Max Reger und ein Arrangement von Adorno zu Schumanns „Knecht Ruprecht“ aus dem „Album für die Jugend“, bei dem das Auditorium eingewiesen wurde, wann und wie mit den Füßen getrappelt und rhythmisch auf die Oberschenkel zu klatschen sei.

Weitere bekannte Werke von Telemann (Ebbe und Fluth“), eine Szene aus Beet-hovens Sechster, die Anlass gab, die drei stilisierten Vögel und ihre Stimmen zu erraten, sowie zwei Bilder aus dem „Karneval der Tiere“ von Saint-Saens reihten sich munter aneinander.

Roter Faden fehlt

Immer gab es etwas zu sehen oder etwas zu erraten – zu hören sowieso – immer wurde etwas mitgeteilt, teils auch mittendrin in der Musik selbst. Bei all den bunten Einfällen Honickels fehlte diesmal so etwas wie ein roter Faden und weniger wäre vielleicht mehr gewesen.

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