New York Er galt als einer der „Architekten“ des Modernen Jazz. Der US-amerikanische Alt-Saxofonist Lee Konitz spielte eine wichtige Rolle bei den legendären Jazz-Sessions „Birth Of The Cool“ (1948 bis 1950) unter Miles Davis und Gil Evans. Außerdem hatte der Erfinder des „Cool Jazz“ nach Einschätzung von Kritikern erheblichen Einfluss auf die Evolution des europäischen Jazz. Nun ist Konitz dem US-Radiosender NPR zufolge, der sich auf Konitz’ Sohn Josh berief, im Alter von 92 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus in einem New Yorker Krankenhaus gestorben.

Auf der Facebookseite zu dem Musiker hieß es: „Mit großer Trauer müssen wir verkünden, dass Lee Konitz gestern an den Komplikationen durch Covid-19 gestorben ist“. Konitz wuchs in Chicago auf und war tief verwurzelt im Stil der Stadt.

1947 schloss er sich Claude Thornhills Orchester an. Miles Davis schätzte an ihm, dass er die harmonischen Ideen von Charlie Parker aufgriff, diese aber ruhiger, gleichmäßiger und mit mehr Längen spielte. Kritiker erklärten seinen Erfolg damit, dass Konitz in seiner mehr als 70-jährigen Laufbahn nie seine Neugier und seine Bereitschaft verlor, Inspirationen aufzusaugen und musikalisch zu wachsen. Er nahm über 150 Alben auf und wurde 2013 für sein Lebenswerk mit der „German Jazz Trophy“ geehrt.

Auch in Oldenburg hatte der US-Musiker seine Spuren hinterlassen: Im März 2011 trat er im Wilhelm 13 auf.

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