Hamburg An so einen Riesenerfolg muss man einfach anknüpfen: Mit mehr als sieben Millionen Kinozuschauern ist die Komödie „Fack ju Göhte“ einer der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der vergangenen Jahrzehnte. Kein Wunder, dass wenige Monate nach dem Start 2013 schon Teil zwei mit Elyas M’Barek in Arbeit ist und 2015 in die Kinos kommen soll. Doch die Konkurrenz ist groß.

Erfolge 2014 an den Kinokassen

Die französische Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ zählt bislang rund 3,6 Millionen Zuschauer. Der Kinostart von „Die Tribute von Panem – Mockingjay 1“ war zwar erst im November, und doch zählt das Abenteuer bereits 2,8 Millionen Besucher. Das Animationsspektakel „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ kommt bisher auf 2,7 Millionen Besucher und der Actionkracher „Transformers 4: Ära des Untergangs“ auf 2,5 Millionen.

Das Kinojahr startet mit einigen Favoriten auf die Oscar-Trophäen, die Ende Februar vergeben werden: In „Der große Trip – Wild“ durchquert Reese Witherspoon zu Fuß und allein die USA, um ihre traumatische Vergangenheit zu überwinden. Auch der Brite Benedict Cumberbatch („Der Hobbit“) gilt mit seiner intensiven Darstellung in „The Imitation Game“ über Alan Turing, der im Zweiten Weltkrieg den Code der Nazis knackte, als großer Anwärter auf einen Academy Award.

Fünfte Runde des Horrors

Die ganz großen Kinospektakel hingegen stehen erst zum Jahresende an. Der britische Agent 007 wird ab Oktober zum 24. Mal gegen das Böse ankämpfen, dieses Mal unter dem Titel „Spectre“ und wie zuletzt bei „Skyfall“ wieder mit Daniel Craig als James Bond und unter der Regie von Sam Mendes. Für „Star- Wars“-Fans wird es kurz vor Weihnachten spannend, wenn „Episode VII – The Force Awakens“ die erfolgreiche Sci-Fi-Reihe fortsetzt. Ein anderes Kinophänomen geht dagegen zu Ende: Das Finale von „Die Tribute von Panem“ wurde zwar in zwei Filme aufgeteilt, doch der Abschied von Jennifer Lawrence als Katniss Everdeen ist damit nur aufgeschoben – auf November.

Die Macher anderer Filmreihen denken gar nicht ans Aufhören. So erlebt Tom Cruise mal wieder eine „Mission Impossible“, dieses Mal seine fünfte. Auch Arnold Schwarzenegger kann es nicht lassen und gibt erneut den „Terminator“, während bei „Paranormal Activity“ der Horror ebenfalls in die fünfte Runde geht. Das wird nur von „Fast & Furious“ getoppt: „Supercharged“ ist bereits der siebte Auto-Raser-Teil.

Doch es gibt auch Neues. Daniel Radcliffe etwa, einstiger „Harry Potter“-Star, zeigt in gleich zwei Filmen seine komödiantische Seite: In der Romanze „What if“ verliebt er sich in seine beste Freundin, und „Trainwreck“ drehte er unter der Regie des Comedyexperten Judd Apatow. Tim Burton holte für das Drama „Big Eyes“ über die US-Künstlerin Margaret Keane mal nicht seinen Dauerstar Johnny Depp vor die Kamera, sondern drehte mit Christoph Waltz und Amy Adams.

Mit deutlich unbekannteren Namen geht „Fifty Shades of Grey“ nach dem überaus erfolgreichen Sado-Maso-Romanen von E.L. James am Valentinstag im Februar an den Start. Für Regisseurin Sam Taylor-Johnson ist es der erste Spielfilm, auch die Hauptdarsteller Dakota Johnson und Jamie Dornan sind kaum bekannter – und doch könnte sich das Werk dank seiner erotischen Thematik zu einem Kinospektakel entwickeln.

Kerkelings Bestseller

Und aus Deutschland? Da kündigen sich ebenfalls mögliche Publikumsfavoriten an. So soll 2015 zum Beispiel die Verfilmung von Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“ mit Devid Striesow in der Hauptrolle ins Kino kommen. Auch Matthias Schweighöfer stand erneut vor und hinter der Kamera und bringt im Frühjahr seine Komödie „Der Nanny“ heraus. Und der Start von „Fack ju Göhte 2“ ist für September angesetzt.

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