Nordwestbahn streicht zahlreiche Fahrten am Abend
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Frankfurt/Main (dpa) - 1919 gründete der Architekt Walter Gropius in Weimar das "Staatliche Bauhaus". Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs wollte er mit einer neuen Gestaltung alltäglicher Dinge einen modernen Menschen prägen.

Zum 100. Geburtstag wird 2019 deutschlandweit mit zahlreichen Veranstaltungen an die einflussreiche Bewegung erinnert. Frankfurt hat sich dabei vorgenommen, sich als Keimzelle der städtebaulichen Moderne zu präsentieren.

Das von der Stadt gegründete "Forum Neues Frankfurt" will 2019 mit drei großen Ausstellungen die "Moderne am Main" dokumentieren. Ende der 1920er Jahre war Frankfurt dank richtungsweisender Wohnprojekte zu einem Zentrum der Avantgarde im Städtebau und der Architektur geworden - und war damit aus Sicht des Forums in der internationalen Bedeutung dem Bauhaus durchaus vergleichbar.

Die Pionierfunktion Frankfurts in den 1920er Jahren ist vor allem mit dem Namen von Ernst May verbunden. Der legendäre Städteplaner hat mehr als 10 000 Sozialwohnungen in neuen Siedlungen errichten lassen. Unter dem Titel "Neuer Mensch, neue Wohnung" widmet sich das Deutsche Architekturmuseum ab dem 23. März dem Gesicht des "Neuen Frankfurt" in den Jahren 1925 bis 1933.

Mays ehrgeizige Wohnungspolitik wurde zum Vorbild auf vielen Gebieten: Es ging um die Typisierung familiengerechter Wohnungen, bezahlbare Wohnungsgrundrisse für das Existenzminimum, den Entwurf der ersten Standardküche ("Frankfurter Küche"), die industrielle Vorfertigung des Rohbaus, funktionales Mobiliar, den kindgerechten Schulbau oder die integrierte Stadt- und Grünplanung. Rhein-Main strahlte damals so stark aus, dass sich 1929 der 2. Internationale Kongress für moderne Architektur (CIAM) nicht in den Bauhaus-Standorten Berlin oder Dessau, sondern in Frankfurt zusammenkam.

Im Mai untersucht dann das Historische Museum der Stadt Frankfurt, wie heute in den von May geschaffenen Siedlungen gelebt wird. Neben der Römerstadt gehören dazu unter anderem Praunheim, Westhausen oder der Höhenblick. Zugleich will die Ausstellung der Frage nachgehen, wie sozial gerechtes Wohnen heute aussehen kann. Eine Frage, die in Frankfurt mit seinen teuren Mieten und der großen Wohnungsnot kaum aktueller sein könnte.

Bereits ab 19. Januar will das Museum für Angewandte Kunst zeigen, dass sich das "Neue Frankfurt" nicht allein in Wohnungsprogrammen erschöpft hat. Die Großstadtutopie formulierte ab der zweiten Hälfte der 1920er Jahre einen universalen Anspruch im Mode-, Interieur-, Industrie-, Produkt- und Kommunikationsdesign. Das Museum will in der Ausstellung die Neuausrichtung nachzeichnen, die damals etwa die Kunstschule Frankfurt oder die wiedererstandene Messe genommen haben.

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