London Der britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr ausnahmsweise gleich an zwei Autorinnen. Ausgezeichnet wurden die Britin Bernardine Evaristo und die Kanadierin Margaret Atwood, wie die Jury am Montagabend in London mitteilte. Evaristo erhielt den Preis für ihr Buch „Girl, Woman, Other“, Atwood für den Roman „The Testaments“. Eigentlich verbieten die Regeln seit etwa 25 Jahren, den wichtigsten britischen Literaturpreis zu teilen. Die Jury konnte sich aber partout nicht auf eines der beiden Werke einigen.

Die 79-jährige Atwood gehört zu den wenigen zweimaligen Gewinnern des Booker-Preises. Im Jahr 2000 hatte sie ihn für das Buch „The Blind Assassin“ (Der blinde Mörder) erhalten. „Testaments“ (Die Zeuginnen) ist eine Fortsetzung ihres Romans „Handmaid’s Tale“ (Der Report der Magd) aus dem Jahr 1986.

Der „Booker Prize“ ist mit 50 000 Pfund (rund 57 000 Euro) dotiert. Die beiden Gewinnerinnen teilen sich das Preisgeld. Zuvor war der Preis nur zweimal geteilt worden: Nadine Gordimer und Stanley Middleton erhielten ihn 1974 sowie Michael Ondaatje und Barry Unsworth 1992. Ausgezeichnet werden Autoren, die auf Englisch schreiben und deren Werke in Großbritannien erscheinen.

Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an die nordirische Schriftstellerin Anna Burns.

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