WILHELMSHAVEN Der Kurpark brauche erhellende Momente, war sich eine Mehrheit von Bürgerinnen und Bürgern einig, die sich im Rahmen der repräsentativen Sozialraumanalyse für Wilhelmshaven äußern konnten. Zu dunkel, uneinsichtige Ecken, lichtscheue Gestalten – man fühle sich unwohl, befanden 60 Prozent der Befragten.

Rat und Verwaltung reagierten und verwirklichten im Schulterschluss mit dem Verein für kommunale Prävention (VKP) und der Polizeiinspektion ein Konzept, das den Kurpark wieder ins rechte Licht setzen soll. Am Freitag stellte man das Ergebnis im Rahmen eines Familienfestes bei der Musikmuschel vor.

Dies hatte auch den Charakter einer „Übergabe“: „Wir haben verstanden“, sagte Oberbürgermeister Andreas Wagner stellvertretend für die Akteure – nun seien auch die Wilhelmshavener selbst gefragt und müssten „den Park als Aufenthaltsort in der Mitte unserer grünen Stadt wieder annehmen und gemeinsam mit den Ordnungskräften im Sinne konstruktiver Zivilcourage darauf achten, dass alle pfleglich und regelkonform mit dieser Anlage umgehen.“ Bürgerschaftliches Engagement und behördliche Präsenz seien die Voraussetzungen für einen dauerhaft sicheren Kurpark, wie auch für andere Sozialräume in Wilhelmshaven.

Peter Lewald von der Polizeiinspektion koordinierte die Maßnahmen, zu denen vor allem der Austausch funzeliger Beleuchtung in den Parklaternen gegen moderne lichtstarke LED-Technik gehörte. Gleichzeitig wurden die Sichtachsen – unter Beachtung der Landschaftsarchitektur – freigeschnitten. Hinzu kamen Verschönerungsbehandlungen für die Musikmuschel und den Friesenbrunnen.

Damit dies nachhaltig von Erfolg gekrönt bleibt, sei der neue städtische Ordnungsdienst regelmäßig im Kurpark unterwegs.

Geld für die Renovierung des Kurparks als gute Stube des zentralen Naherholungsgebiets steuerte die Sparkasse bei. Vorstandsvorsitzender Rolf Brandstrup: „Das seit Jahren bestehende Negativimage musste dringend verändert werden.“

Man habe das Projekt mit 5000 Euro gerne unterstützt, weil es für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune von Bedeutung sei, dass sich ihre Bewohner darin sicher fühlten. Er rege an, so Brand­strup, ebenfalls an anderen Stellen etwas für das Stadtbild zu tun. Dafür wolle die Sparkasse gerne weitere Mittel zur Verfügung stellen.

Dass die Veranstaltung am Freitag mitten in einem Platzregen eröffnet wurde, trugen alle Beteiligten mit Humor. So hautnah, wie man unter dem Grillpavillon zusammenrückte, hat man die Vertreter von Fraktionen aller Couleur selten zu Gesicht bekommen. Zudem ließ das „International Vagabond Orchestra“ die Zeit bis zum Abzug der Schauer nicht lang werden.

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