Hamburg Sie ist klein, unscheinbar und steckt voller Überraschungen: die Kulturbox. Kunst aus dem Karton ist ein neues Konzept von Alain Bieber, Alexander Brauch und Nadja Dumouchel. Die Besonderheit: In die Box wandern nur Kulturgüter aus der Indie-Szene. Das sind unabhängige Verlage und Vereine, bei denen Filmemacher, Designer, Musiker, Illustratoren und Künstler originelle Kulturgüter produzieren. Oft fehle ihnen eine Plattform für die Vermarktung. Um aber die Vielfalt der Kulturlandschaft zu zeigen, sollen eben diese Künstler durch die Kulturbox bekannter werden.

Die Gründer: (von links) Alain Bieber, Nadja Dumouchel und Alexander Brauch BILD: Kulturbox

Wenige Klicks zur kulturellen Vielfalt

Wer die Kulturbox erwerben möchte, kann sie im Internet vorbestellen.

Je nach Wohnort unterscheidet sich der Inhalt. Unabhängige Künstler übernehmen die Suche nach passenden Inhalten, was aber in die Box wandert, entscheiden letztlich die Initiatoren.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter

    www.diekulturbox.de

Das Konzept: Freischaffende Künstler, die die Kulturbox unterstützen, übernehmen die Suche nach passendem Material. Was allerdings in den Karton wandert, entscheiden letztlich die Initiatoren.

Die Macher profitieren dabei auch von eigenen Erfahrungen. Bieber ist unter anderem Chefredakteur bei „arte Creative“, Dumouchel hat für die Kino-Abteilung bei „arte“ gearbeitet und Brauch ist Gründer des Hamburger Designstudios „Floot“.

„Gerade Bieber hat viele Kontakte in der unabhängigen Kulturszene“, sagt Brauch. Inzwischen habe das Trio schon einige Unterstützer mobilisieren können. Darunter sind Künstler, Musiker, Autoren und Verleger wie „MC Fitti“, Linus Volkmann, Andreas Ullrich, Jan Mueller-Wiefel und Matthias Hübner, erklärt Brauch.

Obendrein dient die Kulturbox als Netzwerk für die sogenannte Indie-Szene – „als Plattform zum Austausch untereinander“, sagt Brauch.

Die erste Kulturbox soll im Februar erscheinen – ein „Best Of Germany 2014“ – noch ohne regionalen Bezug. Von da an sei in jedem Quartal eine weitere Box geplant. Die Inhalte – vorgesehen sind immer vier bis fünf Artikel pro Box – sollen später aus der jeweiligen Region des Abonnenten stammen und auch saisonal angepasst werden.

„Wir planen eine Auslese nach Bundesländern. Von Büchern, Filmen und Musik bis zu Eintrittskarten für Veranstaltungen versuchen wir eine gute Auswahl zu treffen“, sagt Brauch. In der ersten Box verbergen sich der Roman „Eine Tonne für Frau Scholz“ von Sarah Schmidt, eine Freikarte für den Film „Shorts attack!“, eine CD der Band „Hgicht“ und „Klebstoff“ – ein Bücherband mit Aufklebern. Die Idee hatte das Trio Anfang 2014. Wer die Entwickler unterstützen möchte, kann sich in Form einer Crowd­funding-Kampagne beteiligen. Als Dankeschön gibt es eine erste Kulturbox.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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