WILHELMSHAVEN „In schlechten Zeiten unterhält man sich gerne gut. Darum gibt es viel zum Lachen bei uns“, sagt Landesbühnen-Intendant Gerhard Hess anlässlich der Vorstellung des neuen Programms für die Spielzeit 2009/2010. Aber natürlich komme auch die Ernsthaftigkeit nicht zu kurz – beides unter einen Hut zu bringen, sei das Anliegen in der kommenden Spielzeit.

Mit einer Komödie wird denn auch am 12. September im Wilhelmshavener Stadttheater die neue Spielzeit eröffnet. „Der Tartuffe“ von Molière nimmt Heuchelei und Doppelmoral aufs Korn. Inszeniert wird es von Hess selbst. Komische Seiten gewinnt Hausautorin Katharina Gericke auch den Nibelungen ab, die sie neu erzählt. Ihre Version kommt als Uraufführung am 26. September heraus.

Viel Spaß verspricht ebenfalls die Komödie „Im Dunkeln“ von „Amadeus“-Autor Sir Peter Shaffer, die am 24. Oktober Premiere hat. Der Zuschauer bekommt darin die seltene Gelegenheit, Menschen zu beobachten, die glauben, im Dunkeln und somit unsichtbar zu sein. „Das ist auch unser Silvesterstück“, kündigt Hess an. Um die ernsten und aktuellen Themen Migration und Emigration geht es im Stück „Ein Blick von der Brücke“ von Arthur Miller. Die Geschichte einer italienischen Emigrantenfamilie, die bereits verfilmt wurde, hat am 14. November Premiere.

Der Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk ist Autor des Stückes „Schnee“, das am 9. Januar auf die Bühne kommt. Es ist eine poetische Reise in ein fernes, unbekanntes Land – die Türkei. Doch nicht nur in der Ferne ist der Stoff für Theaterproduktionen zu finden. Ganz nah, in Norddeich, spielt „das Rockmusical des Nordens“, das am 23. Januar – mit Live-Musik – uraufgeführt wird. Die Auftragsarbeit der Landesbühne wurde angeregt durch das Buch von Peter Schanz über die legendäre Diskobetreiberin Meta.

Um eine ganz andere Küstenbewohnerin geht es im Schauspiel des Norwegers Henrik Ibsen „Die Frau vom Meer“. Es wird am 20. Februar zum ersten Mal im Stadttheater aufgeführt. Der Sehnsucht nach dem Meer folgt dann am 6. März wieder eine Posse. Sie heißt „Strick mit einem Ende“ und ist eine Synthese aus verschiedenen Werken des Österreichers Johann Nepomuk Nestroy. Am 24. April schließt das Ritterschauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist den Reigen der Premieren im Stadttheater.

Im Studiotheater, das mit vier weiteren Premieren aufwartet, dreht sich alles um die Liebe. „Stella“, ein Schauspiel für Liebende von Goethe, hat am 20. September Premiere. Am 7. November folgt das Musical „Ich lieb dich, also ändere dich“, und „Die Bitteren Tränen der Petra von Kant“ nach Fassbinder fließen ab 10. Januar. Am 23. April kommt „Das Maß der Dinge“ von Neil LaBute auf die Studiobühne.

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