Berlin Im Luxushotel Hotel de Rome im Zentrum Berlins, etwas versteckt in einem Salon im Bereich hinter der Lobby, gibt Robert Pattinson am Montag Interviews zu seinem Berlinale-Film „Life“. Vollbart, verwuschelte Haare, auf dem Tisch vor ihm eine Colaflasche. Bevor es mit der ersten Frage los geht, nimmt sich der 28-Jährige, der als Vampir Edward Cullen in den „Twilight“-Filmen weltberühmt wurde, schnell noch Kaugummi.

In „Life“ von Anton Corbijn spielt Pattinson den jungen Fotografen Dennis Stock, der James Dean vor dessen Durchbruch in Hollywood entdeckte. Von Stock stammt etwa das berühmte Bild von James Dean, wo er mit Zigarette im Mund und hochgeschlagenem Mantelkragen über den verregneten Times Square in New York läuft. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht Pattinson über seine James-Dean-Phase und über sein Image als Mädchenschwarm.

Frage: James Dean ist eine der großen Ikonen unserer Zeit. Was ist Ihr Bild von ihm?

Antwort: Ich glaube, jeder Schauspieler hat irgendwann eine Phase mit einer gewissen James-Dean-Obsession. Als ich so 16 oder 17 Jahre alt war, hat man einfach immer eine James-Dean-Imitation gemacht - egal, was die Rolle war. (...) Ich glaube, James Dean mochte es, wenn die Leute ihn anschauten. Es gibt aber auch die anderen Schauspieler, die nicht genau wissen, warum sie Schauspieler sind. (lacht) Ich glaube, da gehöre ich eher zu.

Frage: Was haben Sie gemacht, als Sie James Dean imitierten?

Antwort: Da ging es vor allem um die Körpersprache. Zum Beispiel so etwas: (Er stützt den Ellbogen auf den Oberschenkel und legt den Kopf kurz auf der Hand ab). Wer immer mich gesehen hat, wie ich James Dean nachmachte, hat sich wahrscheinlich gefragt, was ich da tue!

Frage: Seit dem Ende der „Twilight“-Saga haben Sie mit Regisseuren wie David Cronenberg, Werner Herzog und nun eben Anton Corbijn gedreht. Sehen Sie „Twilight“ als Türöffner für neue Projekte oder ist das eher ein Fluch, auch weil so Ihr Image als Mädchenschwarm entstanden ist?

Antwort: Es hat mir wirklich nur gut getan. Jeder hat ja mit irgendwas zu kämpfen. Es hat auch etwas Gutes, wenn Menschen dir vorwerfen, für einen bestimmten Typ gecastet zu werden. Das hilft dir zu versuchen, für verschiedene Dinge gecastet zu werden. (...) Es gibt dir also gewissermaßen Energie. (...) Es macht Spaß, so ein Image zu widerlegen.

ZUR PERSON: Robert Pattinson wurde am 13. Mai 1986 in London geboren. Der Brite begann seine Schauspielkarriere am Theater, bevor er mit der Rolle des Cedric Diggory in den „Harry Potter“-Verfilmungen einem größeren Kinopublikum bekannt wurde. Sein internationaler Durchbruch kam dann aber mit der Vampirsaga „Twilight“ an der Seite von Kristen Stewart, mit der auch privat liiert war.

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