OLDENBURG Viele verschiedene Kunstwerke gibt es gegenwärtig in der NWZ-Galerie im Pressehaus (Peterstraße 28-34) zu sehen. Die Oldenburger Malerin Gisela Beenken präsentiert Acrylbilder. Aus ihrer ersten Werkgruppe stellt die Malerin zwei Serien floraler Bilder ausschnitthaft vor. Auf der einen Seite sind das einzelne Blüten, auf der anderen Motive eines dichten Gefüges aus Blättern, Halmen, Blüten, Stengeln und Gräsern.

Rot für Feuer

Hier differenziert Gisela Beenken. Manche Bilder scheinen dschungelhaft undurchdringlich und verschließen einen Teil ihrer Blütenpracht vor dem Blick des Betrachters. Andere Kompositionen erscheinen durch einen hellen Untergrund lichter.

Die Malerei löst sich dabei von der sachlichen Vorlage, da sie durch ihre Farbgebung andere Stimmungswerte entwickelt. Die unglaubliche Vielfalt des Werkes „Wundergarten“ kommt zum Beispiel zur Geltung, indem in den Bildern in Struktur, Rhythmus und lianenhafter Beweglichkeit unterschiedliche Ansichten sichtbar gemacht werden.

Die Anregung hat Gisela Beenken aus den Arbeiten des Fotografen Karl Blossfeldt (1865– 1932) gezogen. In den zwei Fotobüchern „Urformen der Kunst“ (1928) und „Wundergarten der Natur“ (1932) hat Blossfeldt meisterliche Fotografien zusammen gestellt. Sie werden kunsthistorisch der Neuen Sachlichkeit zugerechnet.

In der zweiten Werkgruppe hat sich Gisela Beenken von einer chinesischen Elementenlehre inspirieren lassen. Diese kennt fünf Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Holz und Metall. Die Malerin stellt diese zunächst in Einzelbildern vor. Sie hat für jedes Element eine Ausdrucksform mit einer Farbe gewählt. So zum Beispiel Rot für Feuer, das in geometrischer Strenge erscheint, jedoch im Zusammenhang mit dem Element Erde in lodernden Flammen über braune Flächen wütet. Erde wiederum hat eine landschaftliche braune Schollenform, auf der bei einer Verbindung mit Metall ein weißlich-blaues Gestänge aufgerichtet wird.

Dieses Metall wird mit dem Wasser-Element verquickt, das wie eine große Woge auf das weiß-blaue Gestänge eindringt. Friedlicher erscheint die Kombination von Wasser und Holz. Das Bild zeigt eine tropische Landschaft mit Palmen. Bleibt die vernichtende Konfrontation von Holz und Feuer, das hell aus den grünen Baumwipfeln auflodert.

Feine Spuren

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Die Künstlerin weiß, dass in jedem Element alle anderen enthalten sind. Der Betrachter muss diese feinen Spuren entdecken. So soll der Schluss aus der Lehre gezogen werden, dass Unterschiedlichkeit das Gemeinsame nur verdeckt, aber nicht trennt.

Die Malerin hat einst bei Reinhard Pfennig und Barbara Habermann studiert. Ihre Arbeiten waren schon in einigen Ausstellungen zu sehen.

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