Im Nordwesten Eine groß angelegte Initiative von mehr als 50 Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden in der Nordwest-Region hat jetzt die sogenannte „Erklärung der Vielen“ herausgegeben, die sich gegen den Rechtspopulismus richtet. Man wolle, so erklärt Oldenburgs Generalintendant Christian Firmbach (51) im NWZ-Interview, sich für die Kunstfreiheit einsetzen.

Die Erklärung unterzeichneten zuvor bereits mehr als 300 Einrichtungen in ganz Deutschland, darunter große Theater, Museen und Festivals. Neben dem Oldenburgischen Staatstheater stehen etwa der Deutsche Tonkünstlerverband, die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück und der Niederdeutsche Bühnenbund Niedersachsen und Bremen oder eine Kunstschule aus Papenburg jetzt auf der Liste der Unterzeichner. Man hofft, dass sich weitere Künstler und Kultureinrichtungen an der Aktion beteiligen, die ein „gesellschaftspolitisches Signal“ aussenden möchte.

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Laut Intendant Firmbach ist die „Erklärung der Vielen“ eine Reaktion auf mögliche Störaktionen von rechten und nationalistischen Gruppierungen. Angesichts des AfD-Programms fragt er sich: „Sollen wir im Ernst keinen Verdi mehr spielen dürfen?“ Firmbach weiter: „Das ist also keine Hysterie der Kulturschaffenden, jetzt davor zu warnen.“ Die Bühnen, so Firmbach, hätten eine große Verantwortung in der Demokratie. Durch eine „Selbstverpflichtung“ soll nun sichergestellt werden, dass es nicht bei bloßen Erklärungen bleibt, geplant seien Veranstaltungen, die sich mit dem Rechtspopulismus befassen.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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