Los Angeles Ein Blick in die Kinowelt der 1980er und 1990er Jahre: „Mad Max“ mit dem blutjungen Mel Gibson als harter Action-Star in einer postapokalyptischen Welt wurde vor dreieinhalb Jahrzehnten zum Kult. „Terminator“ Arnold Schwarzenegger flexte 1984 als Cyborg seine Muskeln. „Poltergeist“ sorgte auf der Leinwand für Grauen. Steven Spielberg brachte in „Jurassic Park“ riesige Dinosaurier zum Leben und brach 1993 Hollywoods Kassenrekorde.

Und das ist der Kinosommer 2015: „Mad Max“ meldet sich zurück, wieder unter der Regie des Australiers George Miller. Doch in „Mad Max: Fury Road“, dem vierten Teil des Endzeit-Infernos, spielt nicht Mel Gibson, sondern Tom Hardy den Road Warrior Max Rockatansky. Schwarzenegger hält sein „I’ll be back“-Versprechen und schlägt im Juli mit „Terminator: Genisys“ zu. Die Neuverfilmung des Horror-Klassikers „Poltergeist“ läuft bereits seit Ende Mai. Derweil überlässt es Steven Spielberg seinem Kollegen Colin Trevorrow, ab 11. Juni die Dinos in „Jurassic World“ auf Menschen zu hetzen.

Hollywood ist auf dem Nostalgietrip. Knallhartes Kalkül dürfte der Grund für die vielen Fortsetzungen und Revivals sein. Denn diese zahlen sich gewöhnlich an den Kinokassen aus, vor allem im Ausland. „Fast & Furious 7“ und „Transformers: Ära des Untergangs“ waren in China Riesenhits.

Gefräßige Viecher

Neuere Reihen wie „Die Tribute von Panem“, „Twilight“ und „Die Bestimmung“ haben es etwas einfacher. Schlag auf Schlag kommen sie mit denselben Hauptdarstellern ins Kino. Die treue Fangemeinde fiebert schon der nächsten Folge entgegen. Das Revival der 1980er-Jahre-Hits ist heikler. Die Stars sind inzwischen deutlich älter geworden, neue Darsteller müssen her oder Plots so hingebogen werden, dass die Geschichte noch Sinn macht. Zudem müssen junge Zuschauer begeistert werden.

22 Jahre nach Spielbergs „Jurassic Park“ sind die Dinosaurier in „Jurassic World“ noch gefräßiger geworden. Dies deutet zumindest der neue Trailer für das Spezialeffekte-Spektakel an. Das neue Horror-Szenario wurde von Colin Trevorrow inszeniert. Spielberg stand ihm als Produzent zur Seite.

Als Killer-Roboter hatte Schwarzenegger 1984 für Regisseur James Cameron erstmals zugeschlagen. Nach zwei weiteren Folgen setzte er in seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien bei „Terminator – Die Erlösung“ (2009) eine Runde bei dem Science-Fiction-Zyklus aus. Man darf gespannt sein, wie Schwarzenegger Anfang Juli mit 67 Jahren unter der Regie von Alan Taylor in „Terminator: Genisys“ agiert. Das Studio Paramount Pictures hat schon zwei Fortsetzungen für 2017 und 2018 angekündigt.

Mutiger Tom Cruise

Fast 20 Jahre nach seinem ersten „Mission: Impossible“-Einsatz kommt Tom Cruise im August mit dem fünften Teil ins Kino. Für „Mission: Impossible – Rogue Nation“ wagte er als Top-Agent Ethan Hunt mutige Stunts. Auch Harrison Ford (72) wird es nicht leid, nach den Sternen zu greifen. Mitte Dezember kommt er in dem siebten Film der „Star Wars“-Serie auf die Leinwand. 1977 war er erstmals als Pilot in der Weltraumsaga zu sehen.

Ein Ende der Nostalgiewelle ist nicht in Sicht. 2016 kommen etwa „Beverly Hills Cop 4“, „Top Gun 2“ sowie eine „Ghostbusters“-Fortsetzung ins Kino. Und Roland Emmerich hat 20 Jahre nach „Independence Day“ für Juli 2016 Teil 2 des Spektakels angekündigt.

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